Mittwoch, 24. Februar 2016

Rezension „Das verbotene Eden I - Erwachen“ von Thomas Thiemeyer

In aller Kürze
Story: Interessanter Ansatz, dass Männer und Frauen verfeindet sind - wie wird dann wohl gelebt?
Spannung: ganz okay, wenn auch schon mal durch langatmigere Passagen ausgebremst
Charaktere: lebendig, gewinnen im Laufe der Handlung an Profil
Schreibstil: locker - Wechsel zwischen actionreichen Szenen und detailfreudigen Beschreibungen







‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Der Auftakt der Reihe wirft den Leser zwar erst mal sofort in die Handlung, doch nach und nach wird klar, was geschehen ist, und warum Männer und Frauen getrennt von einander, verfeindet leben.
Diese Idee finde ich recht interessant, denn haben wir nicht alle schon mal das andere Geschlecht auf den Mond schießen wollen? *zwinker*
Die Hauptcharaktere gewinnen nach und nach an Format und die Handlung entwickelt sich, während schnellere, actionreichere Szenen sich mit detailfreudigeren Beschreibungen abwechseln. Wobei ich mir an manchen Stelle etwas weniger Beschreibung gewünscht hätte, weil die eine oder andere Passage war dann doch etwas langatmig und ich fühlte mich ein wenig ausgebremst. Dies gilt auch für die Spannung, wobei es doch die eine oder andere Überraschung gab, mit der ich nicht gerechnet hatte.
Besonders amüsant fand ich die Beschreibungen, die die Figuren für Dinge gaben, die für uns alltäglich sind. Man erkannte, worum es sich handelt und ich musste sofort an Menschen denken, die zum Beispiel noch nie einen eBook-Reader gesehen haben, geschweige denn wissen, was das ist. Ich habe das Buch auf dem Tolino in Sri Lanka gelesen und fand es total witzig, wenn mich die Einheimischen fragten, was das für ein Gerät sei. Das war schon ein bisschen „Eden“ live.
Der Auftakt der Reihe hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht und ich freue mich schon darauf zu erfahren, wie es weiter geht. Es wundert mich allerdings, dass als Genre bei Amazon nicht Dystopie gewählt wurde - das passt für mich besser als Liebesroman und Gegenwartsliteratur.
Alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten und ich vergebe gern gute 4 erwachte Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen.
Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer ...

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