Mittwoch, 10. Februar 2016

Rezension "Die sieben Tode des Max Leif" von Juliane Käppler

In aller Kürze
Story: ein Hypchonder-Roman, der schwarzen Humor, Ironie und Sarkasmus und dem, der genauer hingucken möchte, auch noch Tiefgang bietet
Spannung: aus welchen Kleinigkeiten Max seinen Tod erwartet und was nun die Sache „die in keinem Testament erscheinen darf“ ist
Charaktere: lebendig, skurril und liebenswert
Schreibstil: locker-flockig





‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Oh Mann, mir war gar nicht klar, wie lustig das Leben eines Hypochonders sein kann. Also nicht für den Hypochonder selber, sondern für den Leser einer Käppler’schen Hypochonder-Story.
Zu Beginn ist mir Max mit seiner arroganten und in Selbstmitleid versinkenden Art total auf den Keks gegangen. Doch dann schlich er sich nach und nach in mein Herz. Das hat die Autorin so hübsch subtil angestellt, dass ich gar nicht genau sagen kann, ab wann Max meine Sympathie hatte, nein, es war einfach irgendwann so - daran merkt man auch, wie feinfühlig und zart Käppler ihre Bande webt und Charaktere Veränderungen und Entwicklungen durchmachen lässt.
Überhaupt sind die Figuren, egal ob es sich um die russische Putzfrau, die ruppige Barista oder Leifs Kollegen handelt, wunderschön und filigran angelegt und man erkennt erst nach und nach ihr gesamtes Wesen. Als wenn Stück für Stück die Schutzschichten durchbrochen werden und man langsam aber sicher zum Kern vordringt.
Die Spannung wird nicht nur durch „die eine Sache, die ein keinem Testament erscheinen darf“ aufgebaut, nein, das wäre ja viel zu einfach. Nein, da es sich um einen Hypochonder-Roman handelt, war ich gespannt, aus welchen Kleinigkeiten Max seinen Tod erwartet und was er noch alles zu tun gedenkt.
Der Schreibstil der Autorin ist locker-flockig und selbst dramatischere Krankheiten konnte sie dem Leser leicht vermitteln. Ich weiß jetzt jedenfalls mehr über Krankheiten, als vorher *lach* Der schwarze Humor gepaart mit Ironie und Sarkasmus ist hervorragen gelungen und ich musste mich häufig zusammen nehmen, um nicht in Bus oder Bahn lauthals los zu lachen, weil mal wieder eine skurrile und bizarre Situation präsentiert wurde, die ihresgleichen sucht.
Besonderes Augenmerk möchte ich noch kurz auf den Namen legen. Welche Assoziationen habt ihr bei dem Namen „Max Leif“? Mir fiel sofort „maximum life“ bzw. „maximales Leben“ ein und genau das ist es, worum es in dem Buch tiefgründig geht -> das Leben zu leben und sich nicht in „was wäre wenn“ oder Krankheiten zu verlieren. Auch Fehler, die man gemacht hat, sollten nicht das Leben bestimmen, sondern man sollte sie klären, wieder gut machen und dazu stehen.
“To cut a long review short” -> es gibt 5 Hypochonder-Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Max Leif ist ein Überflieger, immer auf der Überholspur, immer ganz vorn. Doch jetzt wird er ausgebremst, vom Tod höchstpersönlich. Der holt sich seinen besten Freund, und Max weiß einfach: Er ist der Nächste. Das plötzliche Fieber kann nur eine HIV-Infektion sein, der schmerzende Magen eine exotische Seuche und der Husten erst … Die Beteuerungen der Ärzte, die Beruhigungsversuche seiner Freunde, ja selbst die energischen Kommandos seiner russischen Putzfrau Jekaterina helfen nicht gegen die Macht von Max‘ Einbildung. In Erwartung seines baldigen Ablebens verkauft er sein Unternehmen und trifft hektisch weitere Vorkehrungen. Denn einfach so sterben ist nicht drin! Zuerst muss er einen Weg finden, die eine Sache zu regeln, die in keinem Testament erscheinen darf ...

Kommentare:

  1. Hey Elena ;)
    Ich freue mich auch total auf Max. Ich brauch mal wieder etwas zum lachen. :D
    Ich mag solche Storys ja sehr - Charmanten Witz mit einer gewissen Ernsthaftigkeit, die einen zum Nachdenken bringen. Ich hoffe, ich bin genauso begeistert wie du ;)

    Herzliche Grüße Sasija <3

    PS.: Ich werde mir deine Hypochonder-Iddee dieben :D
    Ich vergebe X Hypohonder-Tardisse ^^ Hört sich doch wunderbar passend an ^_^ *hihi*

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  2. Hallo Gänschen. Bloggergänschen ;-)

    Ich hab das Buch auch hier liegen :-) Viel Spaß mit deinem Blog!

    Liebe Grüße, Gisela (Gä.. ääääh Möwe

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