Freitag, 12. Februar 2016

Rezension "Kaisersturz" von Felix A. Münter

In aller Kürze
Story: ein untergehendes Kaiserreich wird von drei Nachbarreichen angegriffen und alles hängt von den kaiserlichen Zwillingen - kleinen Kindern - ab.
Spannung: für mich ging die Spannung wegen Politik, Taktieren und Strategie stellenweise verloren - da hätte ich mir mehr Action gewünscht
Charaktere: stellenweise Klischees pur, lebendig
Schreibstil: mal episch - mal actionreich






‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Der Auftakt zu einer neuen Trilogie macht ja immer neugierig. Trotzdem bin ich ohne Erwartungen an das Buch herangegangen, denn irgendwie sagt der Klappentext alles und nichts.
Beginnen wir mal mit den Figuren. Es sind sehr viele und es war besonders zu Beginn recht schwierig, sie alle auseinander zu halten. So richtig kann ich auch nicht alle Protagonisten identifizieren, denn es gab schon mal den einen oder anderen, der mir nicht wichtig erschien, der aber dann doch mehr Platz eingeräumt bekam, als einer, den ich als Hauptfigur identifiziert zu haben glaubte. Na ja, kann ja noch sein, dass sich da in den beiden Nachfolgebänden noch was tut. Doch das verwirrte mich manches Mal. Denn viele Personen, bedeuten auch viele Handlungsstränge und es wurde dann zwischen den drei Nachbarreichen, dem sterbenden Kaiserreich und den Helden hin und her gehüpft. Dies bietet jedoch auch die Möglichkeit, dem Leser viele Sichtweisen zu vermitteln, so dass er ein größeres Gesamtbild erhält.
Dabei war es mir persönlich zu viel Strategie und Politik, was für mich die Spannung bremste. Ich hätte mir da mehr Action und Handlung gewünscht, denn das gegenseitige Ausspielen der scheinbar Verbündeten war stellenweise ein Taktieren und weniger ein Kämpfen. Da mir das nicht liegt, hätte ich dort einige Seite gekürzt.
Ein paar Mal musste ich schmunzeln. Da gab es Anleihen an „Braveheart“ - „ ... freiem Oberkörper, das Gesicht mit blauer Farbe bemalt ...“ und an „Asterix und Obelix“ - „Schiltron“. Wobei die ganze Handlung an das alte Rom erinnerte.
Die Charaktere sind stellenweise doch recht klischeebelastet, das finde ich schade, denn es nimmt der Handlung doch manchmal die Spannung, weil mir klar war, wer was tun wird. Okay, es gab auch Überraschungen, doch ich hoffe, dass die Figuren ein wenig an Profil dazu gewinnen.
„Kaisersturz“ endet mit einem bösen Cliffhanger, wobei auch andere Dinge abgeschlossen wurden und Platz für Neues ist.
Alles in allem hat mich das Buch gut unterhalten und ich vergebe gern 4 kaiserstürzende Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
800 Jahre herrschte das Imperium von Westrin über die Welt, doch das Kaiserreich ist nur noch ein Schatten früherer Zeiten. Während eines besonders harten Winters stürzen sich gleich drei Nachbarreiche wie Aasgeier auf das Land, bereit, das sterbende Kaiserreich unter sich aufzuteilen.
Doch das Imperium ist noch nicht tot. Alle Hoffnung der Zukunft liegt auf den kaiserlichen Zwillingen - kleinen Kindern. Wenn es nur gelingt, sie aus dem von Krieg, Intrigen und Gewalt versehrten Land zu retten, dann hat das Westrin vielleicht eine Chance. Dann überlebt es vielleicht auch den Sturz eines Kaisers…

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