Dienstag, 23. Februar 2016

Rezension "Schneeglöckchenzauber" von Isabella Muhr

In aller Kürze
Story: Hubschraubermutter definiert sich über ihr Kind und versteckt sich hinter ihrer miserablen Kindheit, statt Verantwortung für ihr Tun zu übernehmen -> Pflichtlektüre für Hubschraubermütter
Spannung: nicht wirklich - Klappentext verrät alles
Charaktere: Protagonistin nervt mich total -> absolut lebendig
Schreibstil: locker-leicht



 

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Tja, wie mein Titel schon verrät, vermute ich, dass die Autorin eine ganz andere Absicht mit ihrem Buch verfolgte. Darin bestärken mich auch die anderen Rezensionen, die alle von Liebesgeschichte und so schreiben.
Ich finde, dieses Buch müsste jeder Hubschrauber-Mutter als Pflichtlektüre verordnet werden. Denn wie schon im Buch dezent angedeutet, gehen diese überfürsorglichen Mütter nicht nur mir auf den Keks, sondern sogar anderen Müttern und auch den Vätern, die von dem Leben ihrer Kinder ausgeschlossen werden.
Die Protagonistin ist mir absolut unsympathisch und nervte mich total. Sie sucht in ihrer Vergangenheit immer die Begründung für ihr Tun, als die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Ja, sie wurde von ihrer Mutter stark vernachlässigt, aber sie ist alt genug, um zu erkennen, dass dies ihr ganzes Leben beeinflusst. Sie ist alt genug, um Konsequenzen zu ziehen und sich professionelle Hilfe zu holen, um das Kindheitstrauma zu überwinden. Aber nein, sie redet mit niemandem, versteckt sich hinter ihrer Fürsorge für den Sohn und stößt Mitmenschen, vor allem ihren Freund und Kindsvater Torsten, permanent vor den Kopf.
Außerdem ist Nadine die einzige Mutter, die ihr Kind nicht manchmal zum Teufel wünscht. Ich kenne keine Mutter, die sich nicht manchmal wünscht, ohne Kind zu sein - völlig unabhängig vom Alter. Aber so definiert Nadine bedingungslose Liebe *kopfschüttel*
Der einzige Punkt, in dem ich mit Nadine übereinstimme, ist der Nichtglaube an die klassisch romantische Liebe. Die gibt es meiner Meinung nach 3 Monate, dann verliert die Rosarote Brille ihre Farbe und die gemeinsame Arbeit an der Beziehung will begonnen werden.
Der Schreibstil der Autorin ist locker-leicht und die Figuren sind lebendig. Sehr gut hat mir gefallen, dass die Story aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde und ich so erfuhr, was zum Beispiel Torsten und Raffael denken und fühlen. Das ergab ein rundes Bild für mich und ich bin mal wieder in meiner Meinung, man muss miteinander reden, bestätigt worden. Dies kam leider zwischen den Figuren nicht und wenn, dann nur im Ansatz vor - wie im realen Leben.
Auch wenn mir Nadine total auf den Keks ging, hätte ich 5 Sterne vergeben. Doch es waren für mich zu viele Rechtschreib- und Grammatikfehler vorhanden, so vergebe ich gern volle 4 Schneeglöckchen-Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Die verschlossene Nadine glaubt nicht an die klassisch romantische Liebe. Aber dafür umso mehr an die bedingungslose Liebe zu ihrem Sohn Fynn. Sie ist Mutter mit Leib und Seele und will Fynn all das bieten, was sie selbst in ihrer einsamen Kindheit stets so schmerzlich vermisst hatte. Doch als Rafael in ihr Leben tritt, merkt sie schnell, dass ihr bisheriges Weltbild gefährlich ins Wanken gerät. Durch ihn entdeckt Nadine, dass sie bei all der Sorge um ihren Sohn etwas Wichtiges übersehen hat. Sich selbst.

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