Dienstag, 28. Juni 2016

Rezension "Hauchnah" von Virna DePaul

In aller Kürze
Story: Fast blinde Frau wird indirekt Augenzeugin eines Verbrechens und natürlich entwickelt sich eine sexuelle Anziehungskraft zum ermittelnden Special Agent.
Spannung: ab und zu - flacht leider wegen langatmiger Beschreibungen häufig massiv ab
Charaktere: eindimensional, Klischees pur
Erotik: Nachmittag um 15 Uhr sieht man auf RTL definitiv mehr
Schreibstil: einfach
 
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Klappentext und Beginn des Buches versprechen mehr, als im Verlauf gehalten wird.
Als erstes nervte mich die Protagonistin massiv. Sie erblindete sukzessive und hat dementsprechend Zeit, sich mit dieser Tatsache und diesem Zustand anzufreunden. Doch sie boykottiert es total -> Zitat: Ich will nicht blind sein. Das nervte mich so immens, dieses Gejammer, dieses „andere Menschen wegen ihrer Nichtakzeptanz vor den Kopf zu stoßen“ und andererseits dieses „ich kann keine klare Grenze setzen und bin total verständnisvoll gegenüber anderen“. Boah, diese Frau ist für mich so das total Nerv-Bild einer Püppie-Tussi.
Der Special Agent ist hübsches Klischee - harter Typ, der der Tussi auf den ersten Blick verfällt.
Wäre ja alles zu ertragen, wenn die erotischen Passagen Action geboten hätten. Doch das waren weichgespülte Szenen á la Rosamunde Pilcher. Da sieht man um 15 Uhr auf RTL definitiv mehr.
Der Wechsel zwischen den Handlungssträngen war recht interessant und ich war neugierig, wie die Autorin diese am Ende zusammenführt. Da der Leser schon in der Mitte des Buches weiß, wer der Täter ist, ist nur noch die Frage nach der Motivation offen.
Der Schreibstil der Autorin ist einfach und das macht die langatmigen Passagen nicht unterhaltender.
Tja, ich glaube, wer bis hier gelesen hat weiß, dass ich das Buch nicht sonderlich gut fand und kann verstehen, dass ich mit viel Wohlwollen 2 Sterne vergebe.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Klick - noch ein Schnappschuss von der bunten Marktplatzszene. Dann wird die Welt um Natalie Jones dunkel. Die junge Fotografin erblindet plötzlich und zieht sich völlig zurück. Bis sie wegen ihres letzten Fotos, dem Schlüssel in einem grausamen Verbrechen, ins Visier des Mörders gerät. Special Agent Liam McKenzie soll sie beschützen. In seiner Nähe spürt sie ein erotisches Knistern. Obwohl sie fühlt, dass auch er sie begehrt, geht Natalie auf Distanz. Aus Angst, dass Liam nur Mitleid für sie empfindet … Sie kommen einander keinen Schritt näher - bis der Killer erneut zuschlägt.

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