Mittwoch, 3. August 2016

Rezension "MARY JOE: Passionata" von Tabea S. Mainberg

In aller Kürze
Story: Liebesroman und SM-Szene schließen sich nicht aus - hier ist der Beweis
Spannung: welches bizarre Spiel wird als nächstes gespielt
Charaktere: eine gute Mischung an Lebendigkeit und Klischee
Erotik: niveauvoll und heiß
Schreibstil: locker
 
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Mary Joe ist ein unsicheres Häschen, das sich wegen Liebeskummer total selbst verliert. Ich gebe zu, damit ging sie mir absolut auf den Keks. Sie ist um die 30 und benimmt sich wie eine 4-jährige, die auch noch ihre Trotzphase auslebt. Und so sehr mir das Verhalten auf den Keks ging, genau das machte sie lebendig. Ja, es gibt immer Menschen, die wegen Liebeskummer total aus der Bahn geworfen werden und genug Frauen, die ihr Leben nach einem Mann ausrichten, egal wie scheiße er sie behandelt. Doch der Kampf, den Mary Joe im Laufe der Story ausficht, ist so realistisch dargestellt, dass man es glaubt.
Auch wenn Noah so richtig hübsch klischeemäßig ein dunkles Geheimnis in seiner Vergangenheit verbirgt, kommt er realistisch daher und diese Mischung gibt ihm viele Facetten.
Gerade diese Mischung aus Realismus und Klischee gibt der ganzen Story den Kick.
Die Erotik wird sehr anschaulich und stilvoll beschrieben und driftet zu keiner Sekunde in das vulgäre oder primitive ab. Ich habe nichts mit SM-Spielen am Hut und es zieht mich auch nichts in diese Richtung und so bin ich immer wieder erstaunt, wie viel Verantwortung dazu gehört und wie beide Parts diese erfüllen müssen. Wie schreibt Mainberg so schön: „Die Schläge eines Herrn dürfen nie die Seele erreichen oder sie zerstören, sondern nur dazu dienen, dass sich die devote Gespielin mit Leidenschaft hingibt und genießt.“ Und: „Die, die sich uns in ihrer Ergebenheit anvertrauen, gilt es zu schützen und zu ehren, da diese Hingabe ein Geschenk ist! Ein Geschenk der Liebe.“ Ich denke, das sagt schon alles aus.
Doch auch die Freunde der Liebesromane kommen auf ihre Kosten, denn das Herz wird auch wundervoll angesprochen.
Das Ganze präsentiert die Autorin in einem lockeren Schreibstil, der den Leser nur so durch die Seiten gleiten lässt und absolut in seinen Bann zieht.
Von mir gibt es 5 leidenschaftliche Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Das Leben ist kein Spiel - aber erst das Spiel macht das Leben lebenswert. Eine Reise in die Welt der bizarren Verzauberung, den Mut und den Glauben an sich selbst! Das ist Passionata - die Leidenschaftliche!
Mary Joe sucht die Rolle ihres Lebens. Doch der Liebeskummer durchkreuzt ihre Pläne auf einen Neustart in London. Auf der Suche nach sich selbst, trifft sie in einem Club auf den geheimnisvollen Sir Magnus. Er entführt sie in die süße Welt der bizarren Lust. Fasziniert und voller Hingabe lässt sich Mary Joe darauf ein, doch es droht eine große Enttäuschung ... Mary Joe gelingt es, nach vorn zu blicken und trifft auf Noah. Eine Begegnung, die viele Überraschungen birgt. Noah scheint jedoch ein Geheimnis zu haben, das ihn in Gefahr bringt. Leidenschaftlich zu lieben, für das eigene Glück zu kämpfen und über sich selbst hinaus zu wachsen - dazu braucht es Mut. Wird es Mary Joe gelingen und in der aufregenden und glamourösen Welt der Londoner Musicalszene ihr Glück finden?

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