Samstag, 17. September 2016

13.09.2016 - „Tanz der Vampire“ im Theater des Westens, Berlin

Das Theater des Westens ist auf jeden Fall eine adäquate Location für ein Musical wie „Tanz der Vampire“ - kein Schickimicki, sondern gediegenes Ambiente.
 

Dass ich den Rucksack abgeben musste, kann ich voll verstehen. Dass dann aber Frauen mit Handtaschen, deren Ausmaße die meines Rucksacks überstiegen, diese mit reinnehmen durften, ist nicht nachvollziehbar.
Auch wenn ich es nicht will, ich vergleiche trotzdem immer mit der Aufführung in Hamburg, Neue Flora. Die Bühne in Hamburg ist größer und es ist toll was in Berlin auf dieser um locker ein Drittel kleineren Bühne zustande gebracht wurde.
„Tanz der Vampire“ ist einfach ein gigantisches Musical *schwärm*

 
Alles begann wie immer - der Professor und Alfred stapfen durch den Schnee und kommen in Chagals Gasthaus an. Kaum hatte Graf von Krolock seinen ersten Auftritt, knackte es laut, vergleichbar mit einem durchbrechenden Brett, und es war wegen eines kleinen Malheurs ca. 15 min. Unterbrechung.
Hmmm, ob Darsteller von Krolock zugenommen hat? Auf jeden Fall schlage ich der / dem Kostümbildner/in vor, die Hose für Graf von Krolock eine Nummer größer zu nehmen ... wenn ihr versteht was ich meine *grins*

Natürlich fragte ich am nächsten Tag bei Stage nach und erhielt folgende Auskunft: „… Backstage ließ sich beim Umbau ein Element nicht wie vorgesehen öffnen, dies war leider auch für die Gäste zu hören.“
Es ertönte in der Zwangspause auch hämmern, es wurde also fleißig repariert.

 
Danach lief alles ohne Zwischenfälle weiter. Die Darsteller hatten eindeutig ihre Fans im Publikum, denn ich habe noch nie so viel Beifall und verbale Beifallbekundungen während eines Musicals erlebt.

Nach der Pause ging es weiter und, wie das bei dem zweiten Akt ist, nahm alles Fahrt auf.

Sehr gut gefiel mir Professor Abronsius’ (Victor Petersen) Solo „Bücher“. Erstaunlicherweise war dieser Text, trotz des hohen Tempos, sehr gut zu verstehen, was bei manchen anderen Passagen vorher leider nicht der Fall war. 

  
Die Spiegelsaal-Tanz-Szene von Herbert (Milan van Waardenburg) und Alfred (Tom van der Ven) musste aufgrund des mangelnden Platzes auf kleinerem Raum getanzt werden und einerseits war Alfreds Double nicht ganz synchron und andererseits wurde auch weniger raumausnutzend getanzt. Das finde ich schade, denn es wäre genug Platz zur Verfügung gewesen.
Herbert spielte den schwulen Vampir so richtig schön tuckig - Dramaqueen-mäßig. Dafür erntete er auch viele verdiente Lacher.

Es fiel mir negativ auf, dass aus dem Parkett heraus während der Show mindestens 2 Mal geknipst wurde. Da empfehle ich den Veranstaltern, Sicherheitspersonal in den oberen Rängen zu platzieren und solche Menschen zur Rechenschaft zu ziehen. 


Einer der Tänzer zog meine Aufmerksamkeit wegen seines Körpers auf sich - Halleluja, breite Schultern, schmale Taille und auch wenn der Sixpack von der Maskenbildnerin bestimmt schattiert worden war, war der bestimmt vorhanden.
Aber keine Sorge, liebe Männer, es gibt auch genug für euch zu gucken. Sarah steigt zwei Mal aus der Wanne, Magda (Merel Zeeman) ist auch hübsch anzusehen und es gibt ja auch noch die Tänzerinnen, die hübsche Figürchen zu bieten haben.

Graf von Krolock, Jan Ammann, überragte Sarah, gespielt von Veronica Appeddu, um Haupteslänge. Da fallen 194 cm Körpergröße echt auf. Die Wirkung dieses Größenunterschieds machte sich auch bei den Szenen bezahlt. Sie wirkt so klein und er so überragend - wortwörtlich zu nehmen.

Chagal, Nicolas Tenerani, fiel mir beim Schlussapplaus sehr positiv auf. Es war ihm 100 %ig anzumerken, wie gut es ihm nach einer erfolgreichen Show geht und wie viel Spaß er bei der Sache hat - macht ihn total sympathisch und er hat jetzt einen Fan mehr.

Es war wieder ein grandioser Abend und ich habe es absolut genossen und wenn „Tanz der Vampire“ mal wieder nach Hamburg kommt, habe ich ein finanzielles Problem.

 
An Merchandising gab es nicht mehr viel zu kaufen. Es gab wohl mal das Poster mit dem Gebiss nach dem Start, aber jetzt war es nicht mehr verfügbar, weil sie die letzten Bestände jetzt abverkaufen. Das T-Shirt war nicht in schwarz mit Tanz-der-Vampire-Gebiss und das Tanktop gefiel mir auch nicht. So wurde es nur ein Sticker und ich hoffe weiterhin, dass das Poster meine kleine persönliche Galerie der Musicalposter vervollständigt.
Ich entschloss mich am nächsten Tag noch mal ins Theater des Westens zu gehen, um den Loop-Schal zu kaufen. Doch leider gibt es nur Karten an den Kassen zu kaufen und Merchandising ist erst wieder ab 18 Uhr käuflich zu erwerben. Schade, liebe Veranstalter, da entgeht euch garantiert der eine oder andere Verkauf. Das habe ich in London bei den Musicals genossen. Da konnte ich tagsüber an den Kartenkassen Merchandising-Artikel kaufen.

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