Sonntag, 25. September 2016

Lesung zu "Anonym" von Ursula Poznanski und Arno Strobel

Im Rahmen des Harbour Front Literatur Festivals gab es am 21. September 2016 die Weltpremieren-Lesung (Zitat Arno Strobel) zu „Anonym“. Dies ist die zweite Zusammenarbeit von Ursula Poznanski und Arno Strobel.
Dieses Mal geht es um ein Ermittler-Duo, welches unterschiedlicher nicht sein könnte. Doch ich will hier gar nicht weiter auf das Buch, dessen Rezension ihr hier findet, eingehen, sondern euch von der Lesung, die in der Zentralbibliothek der Hamburger Bücherhallen stattfand, erzählen.

Pünktlich um 20 Uhr ging es los und nach der Begrüßung startete Arno Strobel, denn er hat auch das erste Kapitel geschrieben.
Das Publikum hing gebannt an seinen Lippen, denn er liest hervorragend. Ja, es ist kaum zu glauben, aber nicht jeder Autor kann auch gut und mitreißen lesen - egal wie gut er schreibt.
Aber zurück zu Arno. Nachdem er seinen ersten schriftstellerischen Erguss zum Besten gegeben hatte, folgte Ursula Poznanski und las das zweite Kapitel. Die Perspektiven der Kapitel wechseln sich im Laufe der Handlung immer ab und so erlebt man den Fortgang der Handlung abwechselnd aus diesen zwei Blickwinkeln. Nur die ersten beiden Kapitel beschreiben die gleiche Situation - das erste Zusammentreffen der beiden Kommissare, die ihren ersten Fall gemeinsam zu lösen haben.

Auch Ursula zog die Zuhörer in ihren Bann und die Emotionen konnte nicht nur stimmlich, sondern auch mimisch nachvollzogen werden.

Das Publikum war begeistert und der Beifall entsprechend.

Nun konnten Fragen an Ursula und Arno gestellt werden und ich erfuhr auf diesem Wege, dass die Perspektive des Mörders von beiden abwechselnd geschrieben wurde.

Wer eine Lesung zu „Fremd“, dem ersten Gemeinschaftswerk der beiden, bereits erlebt hat, weiß, dass sie besonders hübsche Partien aus ihren Mailwechseln den Lesungsbesuchern nicht vorenthalten. Darauf hatte ich auch bei dieser Lesung gehofft und wurde nicht enttäuscht.
In diesen Mailwechseln toben sie sich literarisch absolut aus und wir genossen diese amüsanten Wortwechsel. Es wurde geschmunzelt, gelacht, zustimmend genickt und letztendlich applaudiert.

Im Anschluss konnten noch einmal Fragen gestellt werden und so erfuhren wir auch, wie die beiden sich zum Schreiben motivieren bzw. sich selber überlisten.
Ursula macht mich selber einen Deal: Nach 300 Worten darf sie aufhören. Doch wenn sie einmal so weit ist, dann schreibt sie auch weiter.

  
Arno hingegen lässt das Schreiben meist sein, wenn er merkt, dass es nicht läuft und er sich nur quält. Allerdings gab er später zu, dass er einen Bilderrahmen auf seinem Schreibtisch stehen hat, der auf dem Bild liegt. Diesen Rahmen stellt er auf und dann ist er sehr motiviert zu schreiben - ein Foto von Ursula befindet sich in dem Bilderrahmen. Dieser Scherz sorgte nach so vielen anderen wieder für Lacher und uns wurde eine zweite Portion Mailverkehr kredenzt. 

Also allein für die amüsanten Mailwechsel sollte man sich eine Lesung mit den beiden besuchen. Es wäre schon klasse, diese Mailschlachten als Hörbücher zu veröffentlichen.
Ursula und Arno wären nicht abgeneigt, aber die Vorarbeit, die kilometerlangen Mails zu sichten, ist so zweitaufwändig, dass es erst mal nicht zu Hörbüchern kommen wird. Aber vom Tisch ist die Idee nicht.

Zum Abschluss signierten Ursula und Arno Bücher und so könnt ihr in absehbarer Zeit ein signiertes Exemplar von „Anonym“ gewinnen.

Ganz lieben Dank an rowohlt für das Rezensionsexemplar und an Ursula und Arno für einen kurzweiligen Abend.

Kommentare:

  1. Ich liebe die Lesungen der Beiden! Alleine sind sie schon toll, im Team aber unübertroffen. Freue mich schon darauf, eine Lesung zu "Anonym" in Reichweite zu haben!

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    1. Da stimme ich dir 100% zu :)
      Viel Spaß bei der Lesung.

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  2. Auf meinem Nachttisch liegt das Buch auch schon :). Und ich weiß ganz genau, was du mit "Mailschlachten" meinst - ich hatte das Vergnügen letztes Jahr im Herbst in Frankfurt ;).

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    1. Bin gespannt, was du von dem Buch hältst ;)
      Die "Mailschlachten" sind wirklich was besonderes.

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  3. Das Buch ist schon hier bei mir zuhause.
    Um die Lesung beneide ich Dich. Ich habe beide getrennt schon bei Lesungen erlebt und ich kann mir gut vorstellen, dass sie zusammen ihr Publikum auch super im Griff haben und sehr unterhaltsam sind.

    LG Gabi

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    1. Huhu Gabi,

      auf der FBM gibt es eine Lesung und sie reisen ja quer durch Deutschland. Da es wohl nicht das letzte Buch ist, hast du dich Chance beim nächsten Buch ;)

      Liebe Grüße
      Elena

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