Donnerstag, 12. Januar 2017

Rezension "Krähenwolf" von Lonna Haden

In aller Kürze
Story: Heiße Gay-Story mit Fantasy-Elementen
Spannung: gutes Mittelfeld - nicht langweilig, aber auch nicht vom Hocker reißend
Charaktere: interessant
Erotik: erste homosexuelle Erlebnisse - heiß
Schreibstil: leicht
 
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Man beginnt das Buch zu lesen und ist sofort mittendrin. Allerdings ergibt sich erst nach und nach der Gesamtzusammenhang, der mich immer weiterlesen ließ. Ich wollte ja wissen, was jetzt dahinter steckt und wie die Autorin dies alles auflöst.
Dabei lässt sie die Fantasy-Elemente hübsch nebenbei einfließen und zeigt dem Leser nach und nach die Welt, in der die Geschichte spielt. Die Figuren sind interessant, bieten aber auch Klischees, die ich manchmal etwas nervig fand. Bejran kommt eigentlich als junger Mann, der seinen eigenen Kopf hat, daher, doch dann lässt er einen anderen Mann einfach so über ihn bestimmen. Die Widerworte und Nachfragen werden viel zu schnell aufgegeben. Sehr hübsch herausgearbeitet wurde der Zwiespalt Bejrans, der seine Homosexualität erst frisch entdeckt hatte und dessen Outing nicht so positiv aufgenommen wurde. Diese Unsicherheit, als er auf einen Mann trifft, der ihm seinerseits Avancen macht, war sehr lebendig und nachvollziehbar.
Erotischen Szenen werden stil- und niveauvoll präsentiert und sind trotzdem heiß.
Ich finde allerdings, dass Haden mehr aus der Story hätte herausholen können. Einerseits was die Erotik betrifft und andererseits bietet die Grundstory noch mehr Stoff, der hätte verarbeitet werden können. Vor allem der leichte Schreibstil hätte auch 100 Seiten mehr locker verkraftet und das Ganze noch lebendiger und spannender werden lassen.
Alles in allem wurde ich gut unterhalten und so vergebe ich gern 4 Tierwandler-Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Auf dem Nachhauseweg werden der junge Bejran und seine Mutter von einem Wolf angefallen. Schwer verletzt überlebt Bejran den Angriff. Doch irgendetwas hat sich verändert. Während er im Fieber liegt, quälen ihn Träume und die Erinnerungen an den Angriff. Und was hat es mit der Krähe auf sich, die ihn verfolgt? Ist sie ein Todesbote oder hat er ihr gar sein Leben zu verdanken?

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