Freitag, 7. April 2017

Rezension "Ein Einhorn für alle Fälle" von Caroline G. Brinkmann

In aller Kürze
Story: unbeschreiblicher Fun und Humor, mit einer gehörigen Prise Realismus, Ironie und Sarkasmus
Spannung: keine Krimi-Spannung, aber Spannung dahingehend „Wird Rabbit ihren Weg finden?“
Charaktere: realistisch
Schreibstil: locker-flockig

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Dieses Buch ist unbeschreiblich. Einerseits hat die Autorin ihre Erlebnisse in bzw. mit der WG verarbeitet, andererseits hat sie Autoren, Blogger und allgemein Mitmenschen auf die Schippe genommen. Dabei spart sie nicht an Humor, Ironie und Sarkasmus. Und doch erkennt man die Realität, denn diese ist manchmal noch krasser, als sich ein Autor je ausdenken könnte. Aber ich schweife ab.
Man muss auf jeden Fall wissen, dass dieses Buch nicht für die Lektüre in den öffentlichen Verkehrsmitteln geeignet ist. Ich musste häufig mindestens schmunzeln und giggelte oft genug vor mich hin, was mir dann auch pikierte oder fragende Blicke meiner Mitmenschen einbrachte. Zum Glück rief niemand die Jungs mit dem „Ich hab‘ mich lieb“-Jäckchen.
Doch bei all dem Fun, den dieses Buch macht, sollte man die Realität nicht aus den Augen verlieren, denn genau so läuft es ab. Da gibt es die Autoren, die jeden Kommentar mit Herzchen, Küsschen usw. versehen und anschließend sofort auf ihr neues Buch hinweisen. Oder die Blogger, die den Autoren auf die Pelle rücken und ihnen sogar Küsschen geben wollen. Nicht zu vergessen dieser Social Media Hype. Definieren wir uns nur noch über Likes und Herzchen?
So lustig das Buch auch ist, so kritisch ist es auch - wenn man sich darauf einlässt und sich auch mal den einen oder anderen Gedanken dazu macht.
Ich bin jedenfalls rundum glücklich mit diesem Buch und hoffe, dass es viele Leser findet, denn es hat definitiv verdient, ganz oben bei den Großen mitzuspielen.
Klare 5 Einhorn-Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Es ist aus. Aus und vorbei. Das teilt Freund Paul, jetzt Ex-Freund, Studentin Rabbit nach zwei Jahren Beziehung über Facebook mit. 48 Freunden gefällt das. Um diesen Schock zu verkraften und Paul eifersüchtig zu machen, zieht Rabbit in eine WG mit dem Computerexperten Dirk. Der neue Mitbewohner entpuppt sich jedoch als übergewichtiger Nerd, der echte Menschen ebenso sehr fürchtet wie Keime. Kurz gesagt, kein Mann, der Selfie-tauglich ist. Andere Pläne müssen her. Wozu gibt es Facebook, Twitter und YouTube? Es kann doch wirklich nicht so schwer sein, den Exfreund auf sich aufmerksam zu machen, oder? Zur Not kann man immer noch Katzenbilder posten. Die liebt nun wirklich jeder! 

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