Dienstag, 16. Mai 2017

Rezension "Die Wahrheit" von Melanie Raabe

In aller Kürze
Story: guter Ansatz, aber durch Langatmigkeiten und einem seltsamen Ende nicht wirklich prickelnd
Spannung: ab und zu
Charaktere: unsympathisch - nicht nachvollziehbar
Sprecher: Nina Kunzendorf und Andreas Pietschmann
Schreibstil: einfach


‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Nachdem ich „Die Falle“ von Melanie Raabe schon nicht so toll fand, waren meine Erwartungen an „Die Wahrheit“ schon recht gering. Und das war gut so.
Durch den Ich-Erzähler war der Schreibstil wieder sehr einfach - „Ich machte dies, ich machte das, dann tat ich jenes“. Das ist die Gefahr, wenn man in diesem Stil seine Story schreibt. Da gibt es wenige Autoren, die das so spannend schreiben können, dass man nicht irgendwann genervt gen Decke schaut, weil so viel „ich ich ich“ vorkommt.
Beide Protagonisten erzählen in dieser Form und das machte es dann noch nerviger für mich. Das alles in einem einfachen Schreibstil, den auch ältere Kinder lesen könnten, wenn das Thema nicht zu krass wäre.
Hinzu kommt, dass ich beide Charaktere unsympathisch fand. Ihre Handlungen waren nicht nachvollziehbar und selbst mit den Erklärungen, die manchmal erfolgten, war es alles arg weit hergeholt.
Ich weiß nicht, ob ich es vergessen habe, aber ich kann mich nicht erinnern, warum der Geschäftsmann Philipp Petersen überhaupt gekidnappt worden ist. Es kann also keinen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.
Das Ende war auch so skurril, dass ich mich echt fragte, wo der Sinn des Buches geblieben ist. Da hatte ich mir mehr Spannung und Action versprochen.
Die beiden Sprecher tun ihr bestes, können aber leider die Story nicht retten.
Dies ist definitiv das letzte Buch, welches ich von Raabe gelesen habe und vergebe wohlwollend 2 Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Vor sieben Jahren ist der reiche Geschäftsmann Philipp Petersen während einer Südamerikareise spurlos verschwunden. Seither zieht seine Frau Sarah den gemeinsamen Sohn alleine groß. Doch dann erhält Sarah wie aus heiterem Himmel die Nachricht, dass Philipp am Leben ist. Seine Rückkehr löst ein gewaltiges Medieninteresse aus. Sarah hat zwiespältige Gefühle: Was wird werden? Gibt es noch eine gemeinsame Zukunft? Sie ist auf alles vorbereitet, nur auf das eine nicht: Der Mann, der aus dem Flugzeug steigt, ist nicht ihr Ehemann. Es ist ein Fremder - und er droht Sarah. Wenn sie ihn jetzt bloßstelle, werde sie alles verlieren: ihren Mann, ihr Kind, ihr ganzes Leben …

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