Freitag, 24. Februar 2017

Rezension "Das Spiel" von Nadja Naalen

In aller Kürze
Story: Lea kokettiert mit ihrer Wirkung auf Männer und spielt Spielchen
Spannung: nicht im herkömmlichen Sinne - treibt sie es mit John und wenn ja, wie.
Charaktere: Twens in Reinkultur
Erotik: niveau- und stilvoll
Schreibstil: locker
 https://cupido-books.com/home/226-das-spiel.html?search_query=das+spiel&results=1
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Auch wenn ich nie Spielchen gespielt habe und auch nichts davon halte, macht Lea genau das, was viele Frauen ihr Leben lang tun -> Spielchen spielen. Warum sonst sollte die Novelle auch sonst diesen Titel haben?
Naalen beschreibt es absolut treffend, wie Lea und John umeinander herumscharwenzeln, austesten, wie weit sie beim anderen gehen können und wie viel sie ertragen, von der selbst eingebrockten Suppe. Lea versucht ihre Macht über John auszutesten, indem sie keinen Sex mit ihm hat und ihn zappeln lässt. Dabei verzehrt sie sich nach ihm und seinen Berührungen.
Die erotischen Szenen wurden von der Autorin stilvoll geschrieben und selbst wenn die Wortwahl mal ein bisschen deftiger wurde, blieb alles hübsch niveauvoll. Manchmal muss man einfach die Dinge beim Namen nennen und nicht nur umschreiben und mit Klein-Mädchen-Begriffen titulieren. Dabei schreibt die Autorin locker-leicht und man fliegt nur so durch die Seiten.
Was mir allerdings auf den Keks ging, war Leas Einstellung zur Verhütung - keine Kondome und „coitus interruptus“. Sie weiß genau, dass sie damit Risiken eingeht und tut es trotzdem. Dafür hätte ich sie mehr als schütteln mögen. Das ist einfach dämlich.
Von mir gibt es wegen des Meckerpunktes 4,5 spielerische Sterne, die ich auf 4 abrunde.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Eine afrikanische Insel kurz vor der Jahrtausendwende. Lea und John gehören zu einer Gruppe Studenten, die ein Austauschjahr unter der brennenden Sonne der Tropen in vollen Zügen genießen: Strand, Party, Hitze, Meer, Flirts … Easy Living, so scheint es. Lea kokettiert selbstgefällig mit ihrer Wirkung auf Männer und der Lust nach Macht. John hasst und liebt Lea, sie widert ihn an - und dennoch begehrt er sie schmerzlich. Aus verführerischem Spiel entwickelt sich ein zerstörerischer Zyklon. Unaufhaltsam wachsen Bitterkeit, Schmerz und die Erkenntnis, dass man die Geister der Verlockung nicht ungestraft ruft.

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