Freitag, 25. November 2016

Rezension / book review "Melody's Key" von / from Dallas Coryell

In aller Kürze
Story: eine Liebesgeschichte plus ein bisschen coming-of-age plus Selbstfindung - a lovestory plus a little bit coming-of-age plus finding oneself
Spannung / suspense: Überraschungen sorgen für unerwartete Wendungen - unexpected twists are surprising
Charaktere / characters: lebendig / lively
Schreibstil / spelling style: eloquent


‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Puh, ein gutes Buch zu lesen ist ein Geschenk, es zu rezensieren eine Aufgabe.
Aber gut, ich habe es so gewollt.
Da ich mit einer seichten Lovestory rechnete, war ich doch sehr erstaunt, dass es mehr Tiefgang als erwartet gab. Nicht nur, dass die einzelnen Protagonisten viele Facetten aufweisen und dadurch sehr lebendig daher kommen, sondern sie entwickeln sich auch im Laufe der Handlung und vor allem Tegan wird erwachsen. Durch Geschehnisse in der Vergangenheit, benimmt sie sich eher wie ein End-Teenager, obwohl sie Mitte 20 ist.
Mason hingegen musste sehr früh erwachsen werden und kommt recht reif rüber, was ein hübscher Kontrast zu Tegan ist und teilweise für Zündstoff sorgt.
Sehr interessant sind in diesem Zusammenhang auch die Briefe, die Tegan gefunden hat. Sie lassen ihre Familiengeschichte in einem anderen Licht erscheinen und helfen ihr dabei, ihren Weg zu beschreiten und den Glauben an die Liebe wiederzugewinnen.
Dabei kommen Überraschungen, leichte Twists und eine gute Portion Humor nicht zu kurz. Vor allem Tegans Schwester Ryleigh sorgt mit ihrer frischen und direkten Art immer wieder für Lacher und auch Tegans Mum bringt hübsch trockene Sprüche.
Der Schreibstil Coryells ist auf jeden Fall dazu geeignet, den eigenen englischen Sprachschatz zu erweitern. Er ist sehr eloquent und seine Formulierungen gleichen einer wohlorchestrierten Symphonie. Man spürt die Intensität, mit der geschrieben wurde, und es ist eindeutig, dass Coryell sich bei jeder Beschreibung, jeder noch so anscheinend kleinen Nebensächlichkeit, Gedanken gemacht hat, um eine ganz besondere Stimmung zu erzeugen.
Da sind wir auch schon beim einzigen Mopper-Punkt, der mir aufgefallen ist. Die beschreibenden Szenen, egal ob es sich um Landschaften, Figuren, Szenen handelte, wechselten sich recht klar abgegrenzt mit den Dialogen ab. Da hätte ich mir mehr Ineinandergreifen dieser beiden „Bereiche“ gewünscht.
Aber hey, es ist das Debüt und ich finde, dafür ist „Melody’s Key“ wundervoll geworden. Eine mehrschichtige Story, die den Leser gefangen nimmt und mit der eigenen Musik von Dallas untermalt wird. Ich kann nur empfehlen, an den Stellen, an denen die Lieder erwähnt werden, einfach Youtube einschalten und lauschen - dies vertieft das Lesevergnügen noch mehr und die Stimmung kommt intensiver rüber.
Was soll ich jetzt noch lang rumschwafeln -> 5 Melody-Sterne.

‘*‘ My two cents worth ‘*‘
To read a good book is a gift, to review it is a challenge.
Okay, but that’s the way I want it.
I thought I would read chick lit and was very surprised that it was rich in content. Not only do the protagonists have many facets which let them be really lively, but they also show a development within the story. A great example of this is Tegan, who comes of age. Due to incidents in her past she acts like an older teenager, even though she is in her early twenties.
Mason on the contrary, had to come of age quite early and acts grown-up. This is a nice contrast to Tegan and makes waves in their interactions.
Within this context, the letters which Tegan found in the attic are quite remarkable. Her family’s history got a new touch and these letters help her to find her own way and to recover her faith in love.
Although surprises and twists plus a great deal of humour are added to this story, the mixture is great and lets the reader fly through the pages. Especially with Tegan’s sister Ryleigh, who serves up laughter with her way of plain spoken words, along with Tegan’s mum who serves up with her dry comments on situations.
Coryell’s way of writing is great for improving your vocabulary. He is very eloquent and his verbalization is comparable with an orchestral symphony. You can feel the intensity, with which he has written the story, and it is obvious that Coryell has thought of every little detail to create a special atmosphere for each special scene. He has left nothing to chance.
I would like to offer one point of observation: the transitions between scenes which describes landscapes, and those that contain character dialogue, felt a bit abrupt and segmented. I would have preferred more combinations between these two “parts”.
But, “hey”, it is his debut and I’ve read worse books from authors who have written more books. I think “Melody’s Key” is a wonderful story with more layers than I was expecting - which puts the readers under its spell, and serves the reader with its own music. I recommend that all readers to go to youtube and listen to the songs right in the moment they are mentioned in the book - this deepens the reading fun and intensifies the atmosphere.
To cut a long story short -> 5 Melody-Stars.


‘*‘ Klappentext ‘*‘
“His eyes settled on her…piercing green embers of flame that revealed the ferocity of his pain and passion, yet still shrouded him under veils of ever deepening mystery that made every ounce of her ache to unravel him.” Tegan Lockwood’s dreams were dead, sacrificed on the noble altar of duty before they ever had a chance to live. Her entire existence was disappearing into the abyss of apathy as she labored her days away keeping her family’s struggling business alive. There would be no emotion, no color, no beauty in her life. That is, until a mysterious visitor begins to draw her out of the darkness of her past towards something that will challenge the boundaries of her world, and unlock the most deeply held secrets of her heart.

Kommentare:

  1. Hey!
    Eine schöne Rezension hast du geschrieben, die direkt Lust auf das Buch macht. Da ich keine englischen Bücher lese, wächst meine Wunschliste zum Glück nicht, die ist eh lang genug ;-)
    LG
    Yvonne

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  2. Mh, so ganz meins ist es wohl nicht.
    Was das Rezensieren betrifft, da hast du ja geradezu Glück gehabt, dass es nicht so seicht war, wie erwartet. Ed wäre sonst sicher ungleich schwieriger geworden. Ich merke das auch immer bei Lesekreisbüchern: Ein bisschen Essenz uum Diskutieren muss schon sein.

    LG
    Mona

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    1. Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.

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    2. Huhu Mona,
      Danke für deinen Kommentar - ja, bei diesem Buch ist definitiv Essenz zum Diskutieren vorhanden.
      Auf jeden Fall solltest du mal in "Soundtrack" reinlauschen :)
      LieGrü
      Elena

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  3. Ein gutes Buch zu lesen ist ein Geschenk, es zu rezensieren eine Aufgabe.

    Da sagst Du was ... ich finde aber, diese Aufgabe hast Du prima gemeistert und schon meine Neugier auf das Buch geweckt.

    LG Gabi

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    1. Huhu Gabi,
      Danke schön *rotwerd*
      Und der "Soundtrack" ist auch klasse.
      LieGrü
      Elena

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  4. Hallo,
    ein Buch in Verbindung mit Musik finde ich ja mal genial. Habe ich noch nie direkt gesehen oder bemerkt.
    Deine Rezension zeigt wie sehr Dir das Buch gefallen hat und auch wenn es nicht meine Leserichtung ist hast Du mich überzeugt.
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntag noch
    Kerstin-Kasin

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    1. Huhu Kerstin,
      DANKE für deine lieben Worte. Wenn das Buch nichts für dich ist, dann lausch einfach mal in die Mucke rein ;)
      LieGrü
      Elena

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