Mittwoch, 25. März 2026

Tag 2 - Interview mit Aurin von Aderhold

Es geht ja unter anderem um Massentierhaltung. Wie nah bist du mit deinen Darstellungen an der Realität geblieben? Auf welche Quellen stützt du dein Wissen zu dem Thema? Wie ging es dir beim Recherchieren und Schreiben der dunklen und teilweisen brutalen Szenen?

Ich habe nichts erfunden, was die Realität nicht längst übertroffen hätte. Viele Leserinnen und Leser mögen vielleicht glauben, die drastischen Passagen seien Fantasie. Tatsächlich beruhen sie auf dokumentierten Zuständen.

Biolandwirtschaft - Kühe im eigenen Kot

Meine Recherchen basieren auf wissenschaftlichen Studien, juristischen Texten, offiziellen Berichten sowie Material von mir selbst und Organisationen, die seit Jahren Missstände dokumentieren. Besonders erschütternd ist, dass vieles davon legal ist. Nicht verborgen, nicht verboten, sondern regulärer Bestandteil eines Systems.

Das Schreiben dieser Szenen war belastend. Aber ich halte es für gefährlicher, Gewalt zu verschweigen als sie zu benennen. Literatur darf nicht nur trösten; sie muss auch konfrontieren.

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