Sonntag, 28. Mai 2017

Rezension "FAAR: Die Aschestadt (Das versinkende Königreich)" von Christian Günther

In aller Kürze
Story: Grandioser Auftakt einer Fantasy-Tetralogie, in einer dunklen Welt mit Monstern, einer Bruderschaft und ohne Vampire, Elfen und Werwölfe.
Spannung: durch unterwartete Wendungen und Überraschungen wird sie stetig gesteigert, bietet aber Momente zum Atemholen
Charaktere: lebendig, keine typischen Helden, sondern normale Charaktere, die über sich hinaus wachsen
Schreibstil: bildmalend

http://www.amrun-verlag.de/produkt/faar-die-aschestadt-das-versinkende-koenigreich-band-1
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Zuerst einmal danke ich dem Amrûn Verlag für das Rezi-Exemplar.
Kaum begann ich das Buch zu lesen, war ich auch schon mittendrin. Günther hat das sehr geschickt gemacht, denn ich wuchs sozusagen in alles hinein. Nach und nach lernte ich Faar, seine Bewohner und Monster, und auch die Protagonisten kennen und fand mich recht schnell in dieser ungewohnten Umgebung zurecht. Die Beschreibung der Monster und Nicht-Menschen ist sehr gut gelungen und ich hatte flott ein Bild vor meinem inneren Auge - ja, der Autor weiß plastisch und bildmalend zu schreiben.
Überhaupt haben mich die Figuren überzeugt - sie sind nicht die typischen Helden, sondern eine bunt zusammengewürfelte Mischung an normalen Charakteren, die über sich hinaus wachsen.
Bei Fantasy denkt man ja meistens an Elfen, Vampire, Werwölfe usw., doch diese Erwartungen sind hier völlig fehl am Platze. Hier taucht der Leser in eine dunkle Welt, die von Menschen zwar dominiert wird, aber genug Platz für andere Wesen bietet. Es gefällt mir auch gut, dass es keine Schwarz-Weiß-Malerei gibt - nicht jeder Mensch ist gut und nicht jeder, der von der Bruderschaft als böse verurteilt wird, ist auch böse. Das macht auch einen Teil der Spannung aus. Ich wusste nicht immer genau, was ich von den Figuren zu halten hatte und ob ich sie mögen will oder nicht.
Hinzu kamen unerwartete Wendungen und Überraschungen, die mich erstaunten und nur so durch die Seiten fliegen ließen.
Das Ende des Buches machte mich noch neugieriger auf die nächsten Teile. Es gibt noch so viele ungeklärte Fragen und ich bin mir auch sicher, dass Günther noch viele Überraschungen im Gepäck hat, die mich wieder nach Luft schnappen lassen.
Für diesen Auftakt der neuen Fantasy-Reihe vergebe ich gern 5 Asche-Sterne und hibbel den nächsten Bänden schon entgegen.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Ich werde erst ruhen, wenn das Blut auf dem Schwert das Blut eines Königs ist. - Schlachtruf der „Söhne der Schande“
Ein verlorener Kontinent, der im Ozean zu versinken droht.
Ein uraltes Königreich, dessen Bewohner das Meer und seine Kreaturen fürchten.
Eine düstere Stadt, beherrscht von einer Bruderschaft, die ihre strengen Glaubensregeln brutal durchsetzt.
Ein Mörder geht in den Straßen von Alaris seinem blutigen Handwerk nach.
Der junge Kartograf Harmis, der unsterbliche Seelenkrieger Gor und Alix, die Frau ohne Erinnerung, jagen ihm hinterher. Steckt die Bruderschaft hinter den Morden? Oder die verhassten Meermenschen? Schon bald stellen sie fest, dass die wahnsinnigen Morde nur Teil eines viel größeren Plans sind. Das Schicksal der ganzen Stadt steht auf dem Spiel.

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