Donnerstag, 15. Juni 2017

Interview mit Miriam Covi

In wieweit hat sich deine Schriftsteller-Routine, so du denn eine hast, im Ausland verändert?


Das Ausland hat meine Schriftstellerroutine eigentlich gar nicht verändert, weil ich erst im Ausland (wieder) richtig mit dem Schreiben von Romanen begonnen habe. Davor hatte ich, nach der Schreibleidenschaft meiner Kindheit und Jugend, jahrelang nicht wirklich an Romanprojekten gearbeitet, weil der Arbeitsalltag nicht genug Platz ließ für Ideen und kreative Schübe - bis ich schwanger in Rom saß und während des Mutterschutzes plötzlich viel Zeit hatte ... Seitdem schreibe ich wieder und versuche, Kinder und Manuskripte unter einen Hut zu bringen. Dabei ist das Leben im Ausland insofern hilfreich, da ich mir während unserer Zeit in Bangladesch und nun in Thailand eine Nanny leisten konnte und kann, die die Kinder mal beaufsichtigt, während ich auf die Manuskriptabgabe hinarbeite ... Aber trotz Unterstützung durch eine Nanny gilt für mich dasselbe wie für die meisten "Writing Moms": Richtig getippt wird erst abends, wenn die Kids schlafen …

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