Dienstag, 21. November 2017

Gast-Rezi "Jahrhundertzeugen - Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler. 18 Begegnungen" von Tim Pröse

Hallo ihr Lieben,

sehr zu meiner Freude, ist wieder eine Gastrezensentin zu Besuch. Aber ich will gar nicht lange schwafel. Lest selber und schaut auch mal bei ihr auf dem Blog vorbei. Vorhang auf für Bianca.

Hallo, 

ich heiße Bianca, bin (fast) 36 Jahre alt und wohne im wunderschönen Würzburg (Unterfranken). Ich blogge seit März 2013. Eine liebe Freundin hatte mich ein Jahr zuvor erfolgreich für LovelyBooks begeistern können, und ab da fing ich an, Bücher zu rezensieren.

Mein Blog heißt "Schatz, ich will ein Buch von dir!", weil ich den Spruch klasse finde und das auch meinen Humor widerspiegelt, für den ich bei Freunden und Bekannten berühmt-berüchtigt bin. ;-) Übrigens schenkt mir mein Schatz schon lange keine Bücher mehr, weil wir dank meiner Büchersucht ein echtes Platzproblem haben. Wenn ich sage: "Schatz, ich will ein Buch von dir!", zeigt er mir höchstens den Vogel. :-D
Ich lese echt alles querbeet, egal ob Romane, Sachbücher, Jugendbücher,... Was ich jedoch nicht mag, sind blutige Thriller, historische Romane, Ratgeber und Horror.
Ich lese seit einigen Jahren auch öfter Autobiographien und Bücher über den Zweiten Weltkrieg. Als Elena mich bat, ein Buch vorzustellen, das mir besonders am Herzen liegt, fiel mir sofort "Jahrhundertzeugen - Die Botschaft der letzten Helden gegen Hitler" von Tim Pröse ein. Dieses Buch hat mich nämlich wirklich berührt und einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Da meine Rezensionen immer recht ausführlich (sprich: laaaang) sind, fasse ich das Buch und meine Meinung dazu kurz für euch zusammen. (Die ausführliche Rezension findet ihr hier.)

In "Jahrhundertzeugen" stellt der Autor 18 Menschen vor, die den Holocaust erlebten. Vom KZ-Häftling über den Wehrmachtssoldaten bis zum Hitler-Attentäter. Einige dieser Menschen konnten ihre Geschichte noch selbst erzählen, für andere sprechen Freunde oder Familienmitglieder, wie z. B. der Cousin von Anne Frank oder die Schwester von Hans und Sophie Scholl.
Es werden natürlich leider viele bedrückende und grausame Dinge erzählt, und obwohl ich davon nicht das erste Mal gelesen habe, weil ich schon viele Bücher über den Holocaust kenne, ging es mir wieder total nahe und es sind einige Tränchen gekullert. Trotzdem hat das Buch einen positiven Unterton, denn man lernt, dass es auch in der schlimmsten Zeit immer starke Menschen gibt, die sich ihre Menschlichkeit erhalten und für ihre Ideale bis zum Tod kämpfen.
Tim Pröse hat einen tollen, kurzweiligen Erzählstil, der emotional mitreißt, aber nicht ins Kitschige oder Weinerliche abdriftet. Der Autor hat so einen tiefen Respekt für seine ganz persönlichen Helden, und das merkt man einfach bei jedem Wort. Am Ende klappt man das Buch zu und ist total dankbar, dass man diese Menschen kennenlernen durfte.
Wenn ihr meine ganz ausführliche Meinung nachlesen wollt, gibt es hier die komplette Rezension. Ich hab mich übrigens sehr gefreut, dass nach Erscheinen meiner Rezi Tim Pröse mich angemailt hat und meinte, dass er sie "ganz wunderbar" fand. Sowas macht einen Buchblogger einfach glücklich. :-)