Mittwoch, 19. August 2026

Rezension "Die Weltenerschaffer" von John Hendrix

In aller Kürze
[Werbung unbezahlt]
Story: Die Freundschaft der beiden Legenden C.S. Lewis und J.R.R. Tolkien.
Spannung: Freundschaftsdynamik
Zeichnungen: detailfreudig und interessantes Farbspektrum
Schreibstil: abwechslungsreich

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Das Buch „Die Weltenerschaffer“ erzählt die Geschichte der Freundschaft der beiden Autoren J.R.R. Tolkien und C.S. Lewis. Durch die Biographie der beiden Autoren führen uns ein Löwe und ein Zauberer klar als Anleihen an Aslan aus „Die Chroniken von Narnia“ und Gandalf aus „Der Herr der Ringe“ erkennbar. Sie symbolisieren die literarischen Schöpfungen der beiden Autoren.
Ich erfuhr viel über die Grundlagen der Literatur: Arten des Mythos, Legenden, indische Sagen, Epos usw. werden kurz und knapp, leicht verständlich erklärt. Die Geschichte bietet drei „Portale“, in denen vorherige Themen noch eingehender beleuchtet werden. Es ist jedem Lesenden freigestellt, die Geschichte chronologisch zu lesen und die Portale im Anschluss zu besuchen. Oder die Portale an den Stellen zu besuchen, an denen sie die Handlung erweitern. Ich bin auch der Meinung, dass beide Varianten möglich sind und keine besser als die andere ist.
Nachdem die Grundlage der Literatur geschaffen wurde, lernte ich Lewis und Tolkien kennen, begleitet sie auf ihrem gemeinsamen Weg, erlebte mit ihnen den Krieg und wie ihre Freundschaft sich entwickelte. Welchen Einfluss sie auf einander besaßen und was sie zusammen erlebten.
Die Illustrationen Hendrix’ bewegen sich in einem reduzierten, gedeckten Farbspektrum - wie auf dem Cover: gedecktes Gelb und Violett plus dunkles Blau-Grün. Die zurückhaltende Farbpalette erzielt eine größere visuelle Wirkung und steht im Einklang mit Hendrix’ typischem Zeichenstil.
Die Mischung aus Texten und Comic-Panels ist sehr gut gelungen und befindet sich in der Balance. Beide Elemente ergänzen einander ideal.
Die Graphic Novel ist ein rundes Gesamtkunstwerk: Story, Farbpalette, stilistischer Aufbau. Bildung wurde mit Unterhaltung verbunden und lädt zum Wiederlesen ein. Ich vergebe gern 5 Welten-Sterne.

Eine weitere Rezension zu der Graphic Novel findet ihr bei Weltenwanderer.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Die Erzählwelten von C.S. Lewis und J.R.R. Tolkien haben Generationen verzaubert. Doch bevor Narnia und Mittelerde entstehen, sind beide Männer vor allem eines: Freunde, verbunden durch ihre Leidenschaft für Geschichten.
In den 1920ern begegnen sie sich in Oxford und beginnen einen Austausch, der sich Jahre hinweg in Gesprächen und Briefen fortsetzt. Geprägt von den Erfahrungen zweier Weltkriege, entwickeln beide ihre ganz eigenen Vorstellungen von Mythologie, Sprache und Glauben und beeinflussen sich dabei stärker, als es lange sichtbar war.
John Hendrix erzählt das Leben der beiden Schriftsteller voller visueller Intensität und Tiefe. Durch das Zusammenspiel von Comic und Erzählung entfaltet sich ein eindringliches Porträt über Ideen, die wachsen, und Geschichten, die weit über ihre Zeit hinausreichen.

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