In aller
Kürze
[Werbung unbezahlt]
Story: Aus den Wäldern kamen einst die Schatten. Deshalb gilt Yulyas Gabe, Holz
zu spüren, als Fluch.
Spannung: steigert sich subtil kontinuierlich
Charaktere: realistische Mischung
Schreibstil: locker-flockig
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Von der ersten Zeile an wurde ich in eine mittelalterlich geprägte Welt
gezogen, die durch osteuropäische Mythen eine mystische Note erhält. Statt
großer Schlachten dominieren Flucht, Angst und moralische Grauzonen das
Geschehen. Die Atmosphäre ist geprägt von einer allgegenwärtigen Furcht vor
Holz, da Wälder als Ursprung einer uralten, nie ganz überwundenen Katastrophe
gelten. Diese latente Bedrohung durchzieht das gesamte Buch wie ein unsichtbarer
Faden und schafft eine dichte, beklemmende Stimmung, die den Leser sofort in
ihren Bann zieht.
Im Mittelpunkt steht Yulya, deren rätselhafte Gabe sich mir erst nach und nach
und nur zögerlich erschloss. Sie ist
Fluch und Schlüssel zugleich, und die Konsequenzen ihrer Verbindung zu den
Schatten werden immer deutlicher und schmerzhafter. Parallel dazu sucht sie
ihre Freundin, die ihrem gewalttätigen Vater entfloh und nun in den Fängen
eines skrupellosen Sklavenhändlers gefangen ist. Yulyas Entwicklung ist dabei
besonders beeindruckend: Sie wächst nicht nur über sich hinaus, sondern stellt
sich auch den immer größer werdenden Aufgaben und tut alles in ihrer Macht
Stehende, um ihre Freundin zu befreien. Die Warnung ihrer Großmutter
vor der Akademie hält sie lange von einem entscheidenden Schritt zurück, doch
die Unsicherheit, ob diese berechtigt ist oder nicht, treibt die Handlung
stetig und unaufhaltsam voran.
Die Spannung baut sich subtil und kontinuierlich auf, ohne auf epische
Schlachten oder spektakuläre Duelle mit anderen Figuren, die die Gabe besitzen,
zurückzugreifen. Stattdessen zieht
einen die Geschichte durch ihre konsequente Atmosphäre, die moralischen
Dilemmata und die glaubwürdigen, manchmal erschreckend konsequenten Reaktionen
der Umwelt auf Yulyas Gabe in ihren Bann. Die anderen Charaktere sind dabei
nicht nur lebendig, sondern auch facettenreich gestaltet, was die Welt noch
authentischer und greifbarer wirken lässt.
Der Schreibstil folgt konsequent dem Prinzip „Show, don’t tell“ und lässt den Leser die Welt nicht nur sehen,
sondern durch Yulyas Perspektive aktiv erkunden. Obwohl ich gern mehr über die geheimnisvollen Schatten
erfahren hätte, bleibt die Handlung stets im Fluss, und die Neugier, wie es
weitergeht, wird mit jeder Seite größer.
Ich vergebe gern 5 Schatten-Sterne und hoffe auf eine Fortsetzung.
Eine weitere Rezension zu dem Buch findet ihr bei Lesenswertes aus dem Bücherhaus.
Es ist kein Geschenk. Es ist keine Gabe. Trau ihren Lügen nicht.
In einer Welt, in der Bäume ein Relikt der Vergangenheit sind, gilt Yulyas Fähigkeit, Holz zu spüren, als Fluch. Denn aus den Wäldern kamen einst die Schatten, die alles vernichteten. Als ihre Gabe entdeckt wird, bleibt ihr nur die Flucht. Auf sich allein gestellt macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit über ihre Kräfte – und über die Vergangenheit, die ihre Welt geprägt hat. Doch Yulya gerät zwischen die Fronten: Die geheimnisvollen Redma, die einst zur Zerstörung beitrugen, wollen sie für sich gewinnen. Gleichzeitig ist ihr ein skrupelloser Sklavenhändler dicht auf den Fersen und hält ihre beste Freundin bereits gefangen. Um sie zu retten, muss Yulya entscheiden, wem sie trauen kann … und welchen Preis sie bereit ist zu zahlen.

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