Mittwoch, 19. Februar 2025

Rezension "Allein gegen die Lüge" von Alex Finlay

In aller Kürze
[Werbung unbezahlt]
Story: Matts Bruder sitzt im Gefängnis und seine Familie kommt beim Urlaub in Mexiko ums Leben. Wie hängt alles zusammen?
Spannung: mäandert vor sich hin
Charaktere: interessant
Sprecher: Oliver Brod, Vera Teltz, Steffen Groth schaffen Kopfkino
Schreibstil: locker-flockig

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Matts Bruder sitzt im Gefängnis, weil er seine Highschool-Freudnin ermordet haben soll, und beteuert seine Unschuld. Matts Familie fährt sieben Jahre später nach Mexiko in Urlaub und kommt bei einem Unfall ums Leben. Klingt alles dramatisch und traumatisch und die Frage ist, wie hängt alles zusammen.
Und genau hier beginnt die Geschichte. Nach und nach erfuhr ich in Rückblenden, was vor sieben Jahren und kurz vor und in dem Familienurlaub geschah und ging aktuell mit Matt auf die Suche nach den Zusammenhängen.
Klingt spannend und war es stellenweise auch, doch leider flachte die Spannung zwischendurch ab und die Handlung mäanderte so durch die Gegend. Ja, es ergab im Nachhinein alles seinen Sinn, doch schweifte ich trotz dieses Wissens immer mal wieder ab und es ist den Sprechern zu verdanken, dass ich wieder in die Handlung fand. Die eine oder andere Straffung hätte für mehr Feuer und Spekulationen gesorgt plus etwas mehr „Show, don’t tell“. Doch manchmal verlor sich der Autor in der Handlung und dem Schaffen von Grundlagen.
Die Protagonisten sind lebendig geschaffen und es wurde zum Glück nicht auf Klischees zurückgegriffen. Das brachte frischen Wind in die Story und machte die Figuren umso authentischer. Es war so schön, dass die ermittelnde Person nicht dauernd säuft, wie ein Schlot raucht und total gebrochen von ihrem Job und Privatleben ist.
Auch Matt und seine Familie wurden realistisch präsentiert. Ich nahm ihnen ihre Handlungen ab und konnte alles nachvollziehen.
Der Schreibstil ist locker-flockig und hat den Sprechern ihre Arbeit bestimmt erleichtert.
Im letzten Drittel ahnte ich, wie alles zusammenhängt, doch lag ich etwas daneben. Meine Idee war noch gemeiner, um es mal spoilerfrei zu formulieren.
Alles in allem ist es ein solider Thriller mit einigen Längen. Deshalb gibt es von mir auch 4 ungelogene Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Die Nachricht trifft Matt Pine wie ein Schock: Bei einem Urlaub in Mexiko kam fast seine gesamte Familie ums Leben. Die örtliche Polizei behauptet, es sei ein Unfall gewesen, doch das FBI bezweifelt das. Allerdings wollen sie Matt den Grund für ihre Skepsis nicht verraten. Das Drama rückt Matts Familie erneut ins Rampenlicht der Medien. Vor sieben Jahren war sein älterer Bruder Danny wegen Mordes an seiner Highschool-Freundin zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Danny hatte stets seine Unschuld beteuert, und eine große True-Crime-Doku nährte den Verdacht, er könnte zu Unrecht im Gefängnis sitzen. Nun scheint es eine Verbindung zwischen dem rätselhaften Tod seiner Familie und Dannys Fall zu geben, und Matt ist entschlossen, die Wahrheit herauszufinden. Selbst wenn er dafür sein eigenes Leben aufs Spiel setzen muss ...

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