In aller
Kürze
[Werbung unbezahlt]
Story: Tanja zieht mit ihrer Tochter in ein altes Haus und in einer anderen
Welt jagt Nordstad ein seelenraubendes Wesen. Was geschieht, wenn die Grenze
zwischen den Welten durchlässig wird?
Spannung: steigert sich subtil und sukzessive
Charaktere: facettenreich
Schreibstil: gelungene Mischung aus kurz-knackig und detailfreudig
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Das Buch erzählt seine Geschichte auf zwei Ebenen. Im ersten Erzählstrang
begleitet man Lamarr Nordstad, der sich durch eine postapokalyptische Welt
bewegt - stets auf der Jagd nach dem sogenannten „Schattenmacher“. Lamarr ist
ein Wächter, dessen Aufgabe es ist, verschiedene Welten vor dieser Kreatur zu
beschützen. Durch Portale hetzt er von Welt zu Welt, ohne dem Schattenmacher
jemals wirklich nahe zu kommen.
Der zweite Erzählstrang folgt Tanja und ihrer Tochter beim Einzug in ihr neues
Haus und schildert, wie sich die beiden langsam im Dorfleben zurechtfinden.
Die Geschichte wechselt in hohem Tempo zwischen Lamarr und Tanja und ist dabei
sehr gut geschrieben. Sowohl in den düsteren Schattenwelten als auch im Alltag
der Protagonistin findet man sich schnell zurecht. Besonders die Darstellung
des Schattenmachers ist extrem düster, präsent und erzeugt echte
Gänsehautmomente. Sein Auftreten - sei es in der Realität, im Traum oder in anderen
Erscheinungsformen - vermittelt permanent das Gefühl, ihm nie wirklich
entkommen zu können.
Die beiden Erzählstränge bauen gemeinsam eine enorme Spannung auf. Ich konnte
es kaum erwarten, bis sich beide Geschichten endlich trafen. Der Autor verliert
dabei kein überflüssiges Wort: Die Handlung entwickelt sich rasant vor den
Augen der Lesenden, nur unterbrochen von seltsamen Intermezzi, die brutal und
verstörend sind und sich zunächst nicht einordnen lassen.
Gerade vor dem Hintergrund heutiger sozialer Medien wirkt vieles erschreckend
real. Hass, Mobbing und Verleumdungen sind allgegenwärtig, Eskalationen von
Gewalt scheinen immer häufiger außer Kontrolle zu geraten. Die Art und Weise,
wie sich die Stimmung im Dorf verändert und wie eine Dynamik aus Dummheit
entsteht, ist absolut glaubwürdig dargestellt. Dobrokovsky schildert diese
Entwicklung sehr eindringlich und verstörend.
Zusätzlich stößt Tanja auf eine Kiste mit Briefen und Dokumenten, die ihre
Großmutter hinterlassen hat. Während sie die Schriftstücke durchforstet,
offenbart sich nach und nach ein bislang unbekannter Teil der
Familiengeschichte. Auf den Spuren ihrer Großmutter wird Tanja dabei auch mit
ihrer eigenen Vergangenheit konfrontiert.
Die Überraschungen und Twists sind hervorragend platziert und treiben Spannung
und Handlung kontinuierlich voran. Gleichzeitig gibt es immer wieder Momente,
in denen man kurz durchatmen und neue Kraft sammeln kann, bevor die Geschichte
erneut anzieht.
Das Buch wird als Urban-Fantasy-Thriller bezeichnet und diese Einordnung trifft
es sehr genau. Wobei ich sogar noch Horror als Genre hinzufügen würde.
Bringe ich es mal auf den Punkt: 5 Schatten-Sterne und eine Empfehlung für
alle, die ein kompromissloses Buch abseits des Mainstreams suchen.
Albträume sind nur Träume - bis sie dich einholen. Nach dem Tod ihrer Großmutter zieht Tanja mit ihrer Tochter Nele in ein altes Haus auf dem Land. Schon bald häufen sich unheimliche Vorfälle, verdrängte Erinnerungen brechen hervor und mit ihnen ein uraltes Grauen. Der Name Schattenmacher kehrt zurück in ihr Leben. Zur selben Zeit jagt der rätselhafte Lamarr Nordstad als Wächter zwischen den Welten ein Wesen, das Kindern die Seelen raubt. Seine Spur führt ihn in Tanjas Welt und in ein Dorf voller dunkler Geheimnisse. Zwei Leben, zwei Zeiten - verbunden durch einen Gegner, der nicht von dieser Welt ist.
Der Schattenmacher ist ein packender Urban-Fantasy-Thriller voller düsterer Atmosphäre, übernatürlicher Bedrohung und der Frage: Kann man der Vergangenheit entkommen, wenn sie im Schatten lauert? Für Fans von Markus Heitz, Stephen King und düsterer Urban Fantasy mit Mystery-Flair.
Eine weitere Rezension zu dem Buch findet ihr bei "Lesenswertes aus dem Bücherhaus".

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Danke für deinen Kommentar. Er wird sichtbar, sobald er freigeschaltet wurde.