Freitag, 27. Februar 2026

Rezension "Sophie L" von Mathew Blake

In aller Kürze
[Werbung unbezahlt]
Story: Olivia wird durch einen rätselhaften Anruf nach Paris gerufen. Ihre Großmutter behauptet 
plötzlich, vor Jahrzehnten im Hotel Lutetia einen Mord begangen zu haben.
Spannung: steigert sich in Wellen
Charaktere: lebendig und realistisch
Sprecher: Vera Teltz und Achim Buch beleben die Story
Schreibstil: locker-leicht

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Die Story wird auf zwei Zeitebenen erzählt, die sich meisterhaft ergänzen. 1945 taucht man in Josephines Schicksal ein: Wie sie als Überlebende des KZ nach Paris zurückkehrt und mit den ersten Tagen in Freiheit im Hotel Lutetia kämpft. Die kurzen, aber eindringlichen Einblicke in ihre Zeit im Lager sind beklemmend und berührend - sie hinterlassen Gänsehaut und machen die Grausamkeit des Krieges greifbar.
2025 erhält Olivia, eine renommierte Gedächtnisexpertin, einen Anruf, der ihr Leben auf den Kopf stellt: Ihre Großmutter hat gestanden, vor Jahrzehnten einen Mord begangen zu haben. Besonders faszinierend ist, dass Olivia selbst eine bewegte Vergangenheit hat und anderen hilft, verschüttete Erinnerungen zu rekonstruieren. Die Ironie des Schicksals wird hier zum treibenden Element der Handlung.
Die Spannung entsteht nicht nur durch den Wechsel der Erzählstränge, sondern auch durch die behutsamen Enthüllungen im Leben beider Frauen. Ich habe mitgefiebert, wie sie mit ihren Erinnerungen und Schuldgefühlen ringen. Um Spoiler zu vermeiden, verrate ich nicht mehr. Zwar ahnte ich einige Wendungen, doch die Art, wie Blake alles zusammenführt, ist schlüssig. Immer wieder gab es Momente, in denen ich dachte, jetzt könnte ich durchatmen, doch dann kam das nächste Puzzlestück, das mich wieder an meinen Schlussfolgerungen zweifeln ließ.
Die Sprecher Vera Teltz und Achim Buch verleihen der Handlung eine besondere Tiefe. Sie transportieren nicht nur die beklemmende Stimmung von Josephines Vergangenheit, sondern auch Olivias Selbstzweifel und innere Zerrissenheit so authentisch, dass man das Gefühl hat, direkt neben den Figuren zu stehen.
Endlich mal wieder ein Thriller, der fesselt, überrascht und lange nachhallt. Klare 5 Sophie-Sterne von mir.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Was, wenn eine Erinnerung dich das Leben kosten kann?
Olivia Finn, Gedächtnisexpertin an einem Londoner Krankenhaus, erhält einen merkwürdigen Anruf aus Paris: Ihre Großmutter Josephine ist im berühmten Hotel Lutetia aufgetaucht und behauptet, sie heiße eigentlich Sophie und habe hier vor Jahrzehnten einen Mord begangen. Olivia reist sofort nach Paris, um sich um die scheinbar verwirrte Josephine zu kümmern. Doch diese besteht darauf, dass sie eine verlorene Erinnerung wiedererlangt hat und die Wahrheit sagt. Als Josephine wenig später ermordet wird, ist klar: Jemand möchte verhindern, dass die Vergangenheit ans Licht kommen. Olivia muss sich fragen: War ihre Großmutter wirklich eine Mörderin? Und was hat das Ganze mit Olivias eigenen traumatischen Erinnerungen zu tun?

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