Mittwoch, 17. Juni 2026

Rezension "Serial Killer Support Group" von Saratoga Schaefer

In aller Kürze
[Werbung unbezahlt]
Story: Cyras Schwester wurde ermordet und Cyra versucht den Täter zu finden.
Spannung: steigert sich subtil sukzessive
Charaktere: bunte Mischung
Sprecher: Natalie Mukherjee verstärkte den Sog der Story
Schreibstil: dicht

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Saratoga Schaefers „Serial Killer Support Group“ besticht durch eine geniale, morbide Grundidee: Cyra schleust sich in eine Darknet-Selbsthilfegruppe für Serienkiller ein, um den Mörder ihrer Schwester zu finden. Getrieben von Rache und Wut begibt sie sich immer tiefer in diese gefährliche Welt, wobei ihre Menschlichkeit und moralischen Grenzen auf dem Spiel stehen. Ihr innerer Konflikt zwischen Schwesterliebe und abgebrühter Undercover-Rolle macht sie zur komplexen, polarisierenden Protagonistin. Die Gruppendynamik ist irritierend normal, aber durchzogen von Misstrauen, Konkurrenzdenken und ständiger Bedrohung. Diese Gruppentreffen überzeugen durch ihre beunruhigende, morbide humorvolle Inszenierung.
Der bewusst ruhige Einstieg mit schwarzem Humor wirkt zunächst skurril, doch schon bald entwickelt sich daraus ein rasanter, düsterer Thriller voller unerwarteter, blutiger Wendungen. Die Gruppe besteht aus faszinierenden, verstörenden Charakteren mit eigenen Abgründen, deren Gedankenwelten durch Perspektivkapitel detailliert beleuchtet werden. Diese Mischung aus psychologischer Spannung, makabrem Charme und beklemmender Atmosphäre schafft einen unwiderstehlichen Sog.
Diesen Sog verstärkt die Sprecherin Natalie Mukherjee immens. Sie transportierte Emotionen, ließ mich Verschlagenheit und Manipulation hören und hauchte allen Charakteren Leben ein. Ich war mittendrin.
Der Schreibstil ist fesselnd, die Kapitel kurz, die Spannungskurve steigt kontinuierlich bis zum überraschenden Finale. Die Darknet-Thematik, psychologische Tiefe und unberechenbare Handlung mit zahlreichen Twists machen das Buch zum echten Pageturner. Das offene Ende passt hervorragend zu diesem ungewöhnlichen Thriller, der durch Originalität, düstere Intensität und eine Protagonistin, die zwischen Rache und Moral schwankt, lange im Gedächtnis bleibt.
Von mir gibt es 5 Killer-Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Tief verborgen im Dark Net lauert der geheimste und gefährlichste Club, den man sich nur vorstellen kann: die Selbsthilfegruppe für Serienmörder. Wahrlich kein Ort für normale Menschen. Doch als Cyras Schwester von einem Serienkiller ermordet wird und die Ermittlungen ins Stocken geraten, tritt sie dem Club bei, überzeugt davon, dort den Mörder zu finden. Um sich als eine von ihnen auszugeben, muss Cyra ihre dunkelste Seite hervorbringen und der Preis, den sie dafür zahlt, ist hoch. Möglicherweise zu hoch …

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