Samstag, 27. Juni 2026

Tag 5 - Interview mit Adrian Vogler

Welche Frage würdest du gerne mal beantworten?

Die Frage, die ich gerne beantworten würde, lautet: "Woran arbeitest du gerade und warum ist dir dieses Projekt besonders wichtig?".

**Meine Antwort darauf:**

Aktuell arbeite ich an meinem historischen Kriminalroman „Der Fall Bram Stoker“ . Dieses Projekt ist mir besonders wichtig, weil für mich als Schriftsteller das aktuelle Projekt immer das Neueste und Wichtigste ist.  

**Details zu „Der Fall Bram Stoker“:**  

Die Kernidee des Romans ist die Frage, was passieren würde, wenn Bram Stoker, der Autor von „Dracula“, Sherlock Holmes wegen eines Todesfalls oder eines anderen Vorfalls im Lyceum-Theater aufsucht. Meine Intention ist es, dass Sherlock Holmes nicht nur den Kriminalfall löst, sondern dem Leser auch Informationen darüber liefert, wie Bram Stoker seinen Roman „Dracula“ geschrieben hat. Ich möchte beleuchten, welche Einflüsse, Figuren und Ereignisse zur Entstehung von „Dracula“ beigetragen haben, wie beispielsweise die Figur des Professor Abraham van Helsing.  

Dieses Projekt ist mir besonders wichtig, weil es sich zu etwa 80% aus realen Gegebenheiten speist . Im Gegensatz zu meinen früheren Romanen, in denen ich ein oder zwei historische Facetten einbezog, basiert hier der Großteil des Romans auf belegten Fakten . Die restlichen 20% sind fiktionale Elemente, die die Lücken in den Fakten füllen und die eigentliche Geschichte vorantreiben.  

Ich beleuchte Stokers Leben, seine Kindheit als kränkliches Kind, das erst spät gehen konnte, und seine berufliche Tätigkeit als Geschäftsführer des Lyceum-Theaters unter dem Shakespeare-Darsteller Henry Irving. Das Lyceum-Theater war ein zentraler Ort im viktorianischen Zeitalter für klassische Stücke und ein Treffpunkt der oberen Zehntausend. Der Roman greift auf, dass Stoker sieben Jahre an „Dracula“ schrieb (1890-1897), eine Zeit, in der auch Sherlock Holmes aktiv war. Reale Ereignisse wie die Landung Draculas in Whitby, die auf einem tatsächlichen Schiffbruch basiert, sind integriert . Hall Caine, ein Freund Stokers und einer der meistgelesenen Autoren des 19. Jahrhunderts, dem Stoker seinen Roman widmete, spielt ebenfalls eine Rolle. Die Geschichte um Jack the Ripper wird zumindest teilweise angedeutet, da Hall Caine mit einem der Hauptverdächtigen, Dr. Francis Tamblete, bekannt war. Zudem thematisiere ich die Aufführung von „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ im Lyceum-Theater zur Zeit der Ripper-Morde, die aufgrund der realistischen Darstellung Panik auslöste.  

Mit „Der Fall Bram Stoker“ möchte ich den Schritt vom Selfpublishing zu einer Agenturvertretung und einem Publikumsverlag wagen . Ich habe bereits erste Anfragen an Agenturen in Großbritannien und den USA gesendet und bereite umfangreichere Unterlagen für deutsche Agenturen vor. Dieser Prozess ist komplex und zeitaufwendig.  

Aktuell läuft eine zweite Testleser-Runde auf Lovely Books, bei der das Manuskript von „Der Fall Bram Stoker“ im Mittelpunkt steht . Der Roman enthält einen historischen Anhang, der die Grenze zwischen Fakt und Fiktion für jedes Kapitel erklärt. Dieser Anhang wird von Testlesern als eigenständiges, superinteressantes Sachbuch gelobt, das Einblicke in die Entstehung von „Dracula“ und die Theaterwelt des 19. Jahrhunderts gibt.  

Ich möchte nichts unversucht lassen, damit „Der Fall Bram Stoker“ einen Verlag findet, insbesondere angesichts des hohen Rechercheaufwands und der positiven Resonanz der Testleser.

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