Freitag, 24. Juli 2026

Rezension "Everybody wants to rule the world - except me" von Django Wexler

In aller Kürze
[Werbung unbezahlt]
Story: Davi ist der Dark Lord und hat die Position massiv unterschätzt.
Spannung: kommt in Wellen daher
Charaktere: bunter Strauß an Klischees und deren Konterkarierung
Sprecher: Annette Strasser belebt alles
Schreibstil: locker-leicht und direkt

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Auch der Abschluss der Dilogie hat mich wieder begeistert. Alles ist gespickt mit schwarzem Humor, Ironie und beißendem Sarkasmus – genau mein Ding. Besonders mochte ich, dass Davi kein Blatt vor den Mund nimmt. Wer auf klare Worte und direkte Sprache steht, wird dieses Buch lieben.
Durch die Ich-Perspektive fühlte ich mich Davi wieder sofort nah – vor allem, weil sie mich als Hörerin oft direkt anspricht. Durch ihr Wissen aus den vergangenen Zeitschleifen versucht sie gemeinsam mit ihrer Ork-Freundin Tsav das Königreich der Menschen zu infiltrieren, um einen Waffenstillstand auszuhandeln. Doch die Realität im Königreich entpuppt sich als völlig anders als erwartet - ihre Abweichung von der gewohnten Rolle hat die Dinge durcheinandergebracht. Eine unbekannte Macht, die sie in der Zeitschleife gefangen hält, scheint mit ihrer aktuellen Vorgehensweise unzufrieden zu sein. Die Spannung entsteht durch Davi’s Kampf gegen diese Macht, ihre persönlichen Beziehungen und die unerwarteten politischen Intrigen. Besonders die Enthüllung des seltsamen Artefakts aus dem vorherigen Buch ist befriedigend und nicht zu einfach, was die Handlung bereichert.
Davi erkennt, dass ihre Taten in dieser Iteration dauerhafte Konsequenzen haben, dass jeder, den sie getötet hat, diesmal wirklich für immer tot ist. Hinzu kommt, Tsav wäscht ihr den Kopf, weil sie die Horde und die Menschen nur als Schachfiguren betrachtet und nicht als lebende Wesen (Orks, Wildlinge usw.). All das beschert Davi eine existenzielle Krise plus große Unsicherheit. Doch trotz dieser ernsteren Momente bleiben der Humor und das Tempo des Buches erhalten. Davis innere Entwicklung macht sie noch sympathischer und vielschichtiger.
Der Schreibstil ist locker-leicht und direkt plus Fußnoten ohne Ende, die viele Fun Facts beinhalten. Das Buch ist witzig, oft zum Lachen lustig und kombiniert Politik und Intrigen mit einer Prise Fantasy. Es führt uns in die Welt der Menschen ein, die im ersten Buch nur angedeutet wurde, und enthüllt das Geheimnis hinter der Fantasywelt sowie Davi’s Transport dorthin. Alle Handlungsstränge aus dem ersten Buch werden zufriedenstellend abgeschlossen, und die Charaktere wie der Kronprinz Johan oder Artaxes in seiner Ganzkörperpanzerung sind besonders prägnant.
Annette Strasser belebte Handlung, Szenen und Settings wieder grandios und ließ mich Emotionen hören. Vor allem Davis rotzfreche Art hat sie wundervoll in meine Ohren gelesen. Die bereits erwähnten Fußnoten wurden durch veränderte Tonfarbe gekennzeichnet, so dass auch akustisch alles stimmig in Szene gesetzt wurde.
"Everybody wants to rule world except me" ist ein gelungener Abschluss der Dilogie. Alle offenen Fragen werden beantwortet und regt manchmal auch zum Nachdenken an. Ich habe die Lektüre wieder genossen und mehr als einmal ein Auflachen unterdrücken müssen. Genug geschwafelt - es gibt 5 Weltherrschaftssterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Davis Plan war einfach. Als Dark Lord würde sie die Horden der Finsternis nach Hause schicken, und das Königreich wäre gerettet. Doch Davi hat vielleicht ein kleines bisschen die Kontrolle über die bösen Kreaturen verloren…
Sie braucht dringend einen Plan B (oder vielleicht ist es auch schon Plan F oder Y), um Menschen und Monstern Frieden zu bringen. Davi hat allerdings den Eindruck, dass alle außer ihr die Weltherrschaft anstreben. Sollen sie doch! Dann kann sie sich ihrem anderen Problem widmen: Wie kann sie dieser verdammten Zeitschleife, in der sie gefangen ist, entkommen?

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