In aller
Kürze
[Werbung unbezahlt]
Story: Die 14-jährige magiebegabte Mona entdeckt eine Leiche und der Mörder
trachtet ihr nach dem Leben … und plötzlich ist das Monas kleinstes Problem.
Spannung: steigert sich kontinuierlich subtil
Charaktere: lebendig, nahbar
Sprecher: Mélanie Fouché belebt Figuren, Szenen, einfach alles
Schreibstil: dicht
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Dies ist eines dieser Bücher, bei denen ich mich mehrfach beim Lesen gefragt
habe: Wie kommt man auf solche verrückten Ideen? Monas Magie beschränkt sich
auf Brot und Teig, jedoch lässt sie Lebkuchenmänner tanzen und einer davon wird
ein nicht zu unterschätzender Sidekick, wie das Cover bereits verrät. Genau das
macht sie so greifbar und sympathisch: Sie wirkt wie ein echtes Mädchen, das in
eine Situation gerät, die viel zu groß für sie ist, und trotzdem ihren Weg
findet.
Und obwohl die Protagonistin Mona erst 14 Jahre alt ist, konnte ich mich als
Erwachsene gut in sie hineinversetzen – vielleicht ist das der Grund, warum das
Buch weniger düster wirkt als „Was die Toten bewegt“ oder „Hemlock &
Silver“.
Das absolut Schrägste aber ist Sauerteigansatz Bob im Keller der Backstube. Er
erinnerte mich an Hermann, den ich als Jugendliche immer gefüttert habe. Wobei
Hermanns schlimmste Angewohnheit das Überlaufen war und mit solchen
Kleinigkeiten gibt sich Bob nicht ab.
Besonders ans Herz gewachsen sind mir auch die Nebenfiguren: der Straßenjunge
Spindle, Monas herrlich resolute Tante und natürlich Bob. Auch Figuren wie
Molly lassen die Welt lebendig wirken. Das Magiesystem ist einfach großartig
und originell: Fähigkeiten werden nicht vererbt, sondern treten zufällig und
extrem spezifisch auf. Dass ausgerechnet Teigmagie über Leben und Tod
entscheiden kann, ist kreativ, witzig und clever umgesetzt. Ich war wirklich
begeistert davon, wie viel Potenzial in etwas steckt, das auf den ersten Blick
so unscheinbar wirkt.
Der Schreibstil ist dicht, kein Geschwafel, um Seiten zu schinden und die
Ich-Perspektive macht die Geschichte besonders intensiv. Gerade als Hörbuch
funktioniert das richtig gut, weil man Mona sehr nah kommt. Ernste Themen wie
Ausgrenzung und Misstrauen gegenüber Magiebegabten führen zu Vorurteilen, Angst
und politischem Machtmissbrauch. Gleichzeitig geht es um Verantwortung und das
Versagen von Erwachsenen, deren Konsequenzen Kinder tragen müssen.
„Mehl, Magie und Machenschaften“ ist eine wunderbar originelle Geschichte mit
viel Herz, liebenswerten Figuren und einem ganz eigenen Zauber und unerwarteten
Überraschungen. Eine 5 Mehl-Sterne Empfehlung - nicht nur für jüngere Hörer,
sondern für alle, die kreative Fantasy lieben.
Die vierzehnjährige Mona hält sich für eine untalentierte Zauberin. Sie kann weder Blitze kontrollieren noch mit Wasser sprechen, wie die anderen Magier, die in der Stadt leben und sie verteidigen sollen. Ihr Begleiter ist ein Sauerteigstarter, denn ihre Magie funktioniert nur bei Brot. In der Bäckerei ihrer Tante lässt sie höchstens mal die Lebkuchenmänner tanzen. Doch Monas Leben wird auf den Kopf gestellt, als sie eine Leiche in der Backstube findet. In den Straßen der Stadt treibt ein Mörder sein Unwesen, der es auf die Magier abgesehen hat, und ausgerechnet Mona scheint sein nächstes Ziel zu sein.
Doch in einer umkämpften Stadt, in der es mit einem Mal keine Zauberer mehr gibt, ist der Attentäter plötzlich Monas geringste Sorge ...

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