Mittwoch, 15. Juli 2026

Rezension "Zu den Wurzeln (Eine Planthologie)" von Birgit Schwäbe & Ingrid Pointecker (Hrsg.)

In aller Kürze
[Werbung unbezahlt]
Story: ein grün-bunter Strauß an Kurzgeschichten
Spannung: welche Ideen hatten die Schreibenden
Schreibstil: bunte Mischung, aber trotzdem stimmig

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Als begeisterte Hobbygärtnerin mit grünem Daumen hat mich der Titel „Planthologie“ sofort neugierig gemacht – und ich wurde nicht enttäuscht. Die kreative Wortschöpfung aus Plant (engl. Pflanze) und Anthologie verdient bereits einen Stern für sich und stimmt perfekt auf das ein, was einen erwartet.
In den Kurzgeschichten teilen sich Pflanzen aller Arten mit Menschen jeden Geschlechts die Hauptrolle. Wer Wert auf Genreeinteilungen legt, findet hier vor allem Fantasy und Science-Fiction. Doch der wahre Reiz liegt in der bunten Vielfalt: von romantischen und nostalgischen Momenten über verrückte Ideen bis hin zu humorvollen und hoffnungsvollen Erzählungen ist alles dabei. Die Geschichten sprießen nur so vor Einfallsreichtum.
Besonders begeistert hat mich die sprachliche Kreativität. Wie der Titel bereits andeutet, wimmelt es von pflanzlichen Wortspielen und cleveren Abwandlungen; eine Freude für jeden Sprachliebhaber. Doch „Planthologie“ bietet mehr als nur Unterhaltung: Viele Geschichten transportieren wichtige Botschaften über Zusammenhalt, Respekt vor der Natur und die Schönheit der Vielfalt, die in unserer Zeit relevanter denn je sind. Wer tieferer Sinn in Geschichten bevorzugt, sollte sich diese Sprösslinge zu Gemüte führen.
Trotz der vielen verschiedenen Autorinnen und Autoren wirken die Schreibstile erstaunlich harmonisch, auch wenn jeder Beitrag seinen eigenen Charakter hat. Die Abenteuer lösen keine Allergien aus; im Gegenteil: Sie hinterlassen ein warmes Gefühl und den Wunsch nach mehr. Daher vergebe ich gerne 5 Pflanzen-Sterne.
Ich hoffe, es gibt eine zweite Planthologie, denn mir fehlte schon ein bisschen das „Der kleine Horrorladen“-Feeling (wenn du verstehst, was ich meine).

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Es braucht oft nur ein Saatkorn, um Hoffnung zu pflanzen. Setzlinge strecken sich nach dem Licht und verändern sich. Manchmal fehlt es ihnen an Nahrung oder es braucht helfende Hände für üppiges Grün und bunte Blüten. Potenzielle Zukünfte ruhen in frisch gedüngter Erde, wachsen an Stangen gen Himmel oder brechen zu den Sternen auf. In 16 Geschichten beobachten und erleben Pflanzen Abenteuer. Gemeinsam mit den Protagonist*innen erkunden Autor*innen mit und durch Pflanzen die Möglichkeiten auf ein ertragreiches Morgen – auf der Erde, im Weltraum, wo Hoffnung gedeiht.

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