Sonntag, 4. Oktober 2026

Rezension "Die Chroniken von All Hallows Village: Der Neuanfang" von Emma Zecka

In aller Kürze
[Werbung unbezahlt]
Story: Eine Hexe, ein Geist und eine Fledermaus müssen den magischen Kürbis finden, um die Heimat aller Halloweenwesen zu retten.
Spannung: steigert sich in Wellen
Charaktere: lebendig und facettenreich
Sprecher: Denise Desombre, Maren Meier, Katharina Gast, Annika Rotvogel, Martin Kuupa, Moritz Hecke beleben ihre jeweilige Figur fabelhaft
Schreibstil: locker-flockig

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Wie jedes Jahr in All Hallows Village, kurz AHV (englisch ausgesprochen: Ai Äitsch Vi), steigt die Spannung, sobald Halloween naht. Drei ausgewählte Eleven der Abschlussklasse müssen den magischen Kürbis finden. Doch diesmal verschwindet er tatsächlich; und das war ganz und gar nicht geplant.
Auf der Suche müssen sich die Hexe, die Fledermaus und der Geist zusammenraufen. Wie im echten Leben ist es nicht einfach, wenn völlig gegensätzliche Charaktere aufeinanderprallen. Doch genau diese Unterschiede machen die Dynamik so fesselnd: Mal streiten sie erbittert, mal arbeiten sie Hand in Hand, immer aber lernen sie voneinander. Dass Vertrauen nicht selbstverständlich ist, sondern erst wachsen muss, macht die Geschichte nicht nur unterhaltsam, sondern auch lehrreich.
Das erfordert Zeit, hohes gegenseitiges Verständnis und vor allem Empathie. Und genau das sehe ich als zentrale Botschaft von Zeckas Büchern.
Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonisten erzählt. Als Hörerin erhielt ich so stets einen umfassenden Überblick, blieb aber trotzdem nicht vor den geschickten Twists und Überraschung der Autorin gefeit.
Die parallel laufenden Handlungsstränge steigerten die Spannung und Zecka fügte sie immer wieder clever zusammen, so dass sich ein rundes Bild ergab. Ängste, Hoffnungen und persönliche Befindlichkeiten einer jeden Figur lernte ich kennen und auf diese Art wurden die Charaktere lebendig. Mit einem locker-flockigen Schreibstil präsentiert die Autorin all das, ohne dabei belehrend zu wirken. Statt mit erhobenem Zeigefinger zu predigen, zeigt sie, wie Akzeptanz und Respekt die Grenzen der Unterschiede überwinden.
Besonders gelungen finde ich, dass jede Figur zu Beginn eines Kapitels mit einem passenden Sound eingeführt wird. Bei der Fledermaus Flitz hörte ich etwa das Flattern ihrer Flügel. Die Sprecherinnen und Sprecher haben Figuren und Handlung zum Leben erweckt und mir den Geist von Halloween nahegebracht. Einzig Denise Desombre fällt mit einer seltsam akzentuierten Lesart auf; hier wäre für Natürlichkeit und flüssige Interpretation noch Luft nach oben.
Beide AHV-Bücher sind in sich geschlossen, doch für mich gehören sie zusammen.
Ich vergebe gern 5 Kürbis-Sterne und bin gespannt, ob es noch mehr Geschichten aus AHV geben wird.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
»Der Kürbis. Das magische, hoch gesicherte Symbol dieser Stadt, war diesmal wirklich weg. Verschwunden. Und das gehörte ganz bestimmt nicht zum Plan.«
Eine Hexe, ein bunter Geist und eine Fledermaus werden ausgewählt, den wichtigsten Kürbis von All Hallows Village zu finden. Um diese Aufgabe zu erfüllen, bleiben ihnen 31 Tage. Was zunächst wie ein Abenteuer wirkt, entpuppt sich schnell als Herausforderung.
Denn während die Zeit drängt, prallen ihre unterschiedlichen Charaktere aufeinander. Der Ehrgeiz des einen trifft auf die Selbstzweifel des anderen, Verträumtheit stößt auf Ungeduld. Wenn sie nicht lernen, ihre Unterschiede zu überwinden und als Team zusammenzufinden, steht die gesamte Heimat aller Halloweenwesen auf dem Spiel.

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