Mittwoch, 30. Mai 2018

Rezension "Der unsterbliche Highlander" von Karen Marie Moning

In aller Kürze
Story: Das kann man nur mit Humor nehmen: erotisches Stockholm-Syndrom.
Spannung: ähm, nö
Charaktere: Klischee und eindimensional
Sprecher: Lucia Gailová gibt ihr Bestes
Schreibstil: einfach

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Ja, ich gebe zu, ich habe eine masochistische Ader, wenn es um den SuB geht - egal ob Print, eBook oder Hörbuch. Es wird gelesen und gehört, weil es auf dem SuB liegt.
Und als ich nach Nizza gereist bin, hielt ich dieses Hörbuch für die richtige Begleitung. Die Gedanken können zwischendurch abschweifen, man kann auch mal für 15 Minuten einschlafen oder einfach mental abschalten, es ist egal. Die Handlung ist so langweilig und schwafelig, dass man nichts verpasst.
Okay, ich warne alle: was jetzt kommt, sind Sarkasmus und Ironie!
Der ach so gutaussehende Typ macht Püppie Gabrielle das Leben zur Hölle. Er fesselte sie zu Beginn sogar an einen Stuhl und sie fand auch noch tief in ihrem Innern heiß. Da Adam für alle anderen ein Geist ist, klaut er fleißig alles Mögliche und bietet Gabriella ein gutes Leben. Und dann noch sein gutes Aussehen, wie soll Gabriella da lange widerstehen? Und dann noch Machosprüche wie „Ich beschütze, was mir gehört“. Hey, das ist doch genau das, was sich eine Frau wünscht. Oder auch nicht. Jedenfalls wird Gabriella auf der einen Seite als kämpferische Frau präsentiert und dann lässt sie sich solche Sprüche gefallen. Hallo Frau Moning, das merken sie wohl selber.
Nicht zu vergessen, dass die erste Hälfte des Buches nichts geschieht - außer immer wieder darauf hinzuweisen, dass Adam so heiß aussieht und Gabriella die richtigen Rundungen besitzt. Juhu, Stereotypen lassen grüßen.
Und als wenn das noch nicht langweilig genug wäre, sind die erotischen Szenen hanebüchen. Er ist großzügig ausgestattet und sie hat wenig Erfahrungen. Aber es fluppt sofort mit beiden und sie kommt bei jedem Akt. Zum Glück lesen Männer diese Bücher selten, sonst würden sie schwerst an sich zweifeln, weil sie entweder nicht so gut ausgestattet sind oder nicht jedes Mal die Frau in Null-Komma-Nix in höchste Gefilde katapultieren.
Es ist kein richtiger Fantasy-Roman, aber auch kein erotischer. Ich mag ja Mix-Genre-Bücher sehr gern, aber hier passt nichts zueinander.
Dabei liest Lucia Gailová wirklich hervorragend, doch das kann nichts retten.
Ich bin froh, dass ich von diesen Büchern nur 3 bei Tauschticket ertauscht hatte und jetzt auch damit durch bin. Es gibt einen unsterblichen Stern. Wer Erotik lesen will, dem kann ich bessere Lektüre empfehlen.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Unsterblich, arrogant und sehr sinnlich - Adam Black ist der vollendete Verführer. Er durchstreift Zeiten und Kontinente, getrieben von seiner unersättlichen Begierde - bis ihn ein Fluch seiner Unsterblichkeit beraubt und unsichtbar macht. Hoffnung auf Heilung gibt ihm nur die Frau, die ihn als einzige sehen kann: die Jurastudentin Gabrielle. Auch sie erliegt seiner unglaublichen Anziehungskraft - und stürzt sich in ein magisches Abenteuer voller Leidenschaft, in eine dunkle Märchenwelt voller Gefahren ...
Derer sechste Teil der erfolgreichen Zeitreise-Serie.