Donnerstag, 20. Juni 2019

Gedanken am Abend

Hallo ihr Lieben,

vor meiner Reise nach Jordanien hörte ich auch häufig die Frage: Ist es denn sicher in Jordanien?

Da es in Jordanien weder Öl noch Gold gibt, dafür ganz viele Treppen, Sand und Wüste und der König eine „Ich halte mich aus den Schwierigkeiten der anderen raus“-Politik fährt, gibt es wenig Anlässe, um hier in Gefahr zu geraten.

Eine Reise in die Grenzgebiete zu Syrien und Irak ist selbstverständlich nicht empfehlenswert und mal ehrlich, das ist ja wohl völlig logisch. Wer dorthin reist, ist selber schuld, wenn ihm etwas widerfährt.

Es ist doch ganz einfach: überall, wo ich mich nicht umgebungsgerecht verhalte, ist es gefährlich.

Ja, es ist handelt sich um ein muslimisches Land und ich habe eine große Klappe, aber die kann ich ja auch mal halten. Jedoch habe ich mich sogar mit den Einheimischen über arrangierte Ehe, Sex mit Touristen, vorehelichen Sex, Scheidung, Missbrauch, Kinderarbeit, Touristen im Allgemeinen und und und unterhalten. Es ist interessant, wie unterschiedlich die Meinungen und tolerant die Jordanier sind.

Auch kann ich mich dezent kleiden. Das heißt, lange Hose (gern dünne Asien-Schlabberhose) und schulterbedeckendes T-Shirt. Das ist ja nun echt kein Hexenwerk.

Und wisst ihr was, mehr war nicht zu beachten. Ein Hijab war nicht nötig. Ich bin in die Liquor-Stores rein, habe mir Bier geholt. Die Männer waren freundlich und total begeistert, wenn ich von der Bierbrau-Tradition in Deutschland erzählt habe.
Egal wo ich war, das Personal hatte immer ein Auge auf mich und überall tauchte nach spätestens 10 Minuten der Manager auf. Er stellte sich vor und bot mir seine Unterstützung an, wenn ich etwas auf dem Herzen hätte.
DAS ist Gastfreundschaft und die nehmen die Jordanier sehr ernst!

Und Hilfsbereitschaft wird hier noch groß geschrieben. Doch die Story erzähle ich ein anderes Mal.
Stay tuned.

Liebe Grüße
eure Elena

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