Sonntag, 18. Oktober 2020

Rezension "Rote Tränen" von Mike Landin

In aller Kürze
Story: Wie hängt Jacobs Familie mit den immer wieder verschwindenden Mädchen zusammen?
Spannung: steigert sich in Wellen
Charaktere: interessant
Schreibstil: flüssig

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Puh, ich konnte Jacob und seinen Frust über den Umzug in die Provinz so gut nachvollziehen. Allerdings wunderte mich immer wieder seine erwachsene Attitüde. Er hatte für so vieles Verständnis, kam in vielen Momenten abgeklärt rüber und analysierte seine Familie wie ein Erwachsener. Äußerst untypisch für einen 17-jährigen.
Im Gegensatz dazu ging mir Hannah, Teenager-Nachbarin, mit ihrer teilweise zickigen Art und ihren häufig nicht nachvollziehbaren Reaktionen, schwerst auf den Keks. So stelle ich mir einen Teenager vor.
Im Laufe des Buches fielen die Puzzelteile an ihren Platz, doch es dauerte recht lange, bis der Autor alle Fäden zusammenlaufen ließ. Auch die Twists und Überraschungen hatten ihren Anteil an der Spannung, die in Wellen daher kam. Charaktere und Leser erhielten Momente zum Durchatmen, bevor die nächste Welle, die die Spannung erhöhte, kam. Immer wieder fiel ein weiteres Puzzelteil an seinen Platz und doch konnte ich das Gesamtbild erst im letzten Drittel erahnen.
Der Plot ist interessant und sehr gut aufgebaut. Letztendlich wird alles zufriedenstellend und logisch geklärt, das finde ich immer wichtig.
Der Schreibstil des Autors ist flüssig und man fliegt nur so durch die Seiten. An der einen oder anderen Stelle hätte ich mir mehr „Show don’t tell“ gewünscht. Aber wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein Erstlingswerk handelt, ignoriere ich das einfach mal.
Mit dem Newby-Bonus gibt es von mir gern 5 rote Sterne und ich freue mich schon auf weitere Werke des Autors. 

Weitere Rezensionen findet ihr bei "Lesenswertes aus dem Bücherhaus" und "Seehases Lesewelt".

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Jacob ist vom Umzug seiner Familie auf einen verlassenen Hof in den Berchtesgadener Alpen wenig begeistert.
"Ich mache hier die zwölfte Klasse, dann haue ich wieder ab."
Lediglich Hannah, die gleichaltrige Tochter der Nachbarn, kann seine Laune etwas aufbessern. Doch dann verschwindet in der Gegend ein jugendliches Mädchen, das Sechste innerhalb der letzten zwanzig Jahre. Die Fälle sind nie aufgeklärt worden und Jacobs Eltern verhalten sich seltsam abweisend, wenn er darüber reden will. Jacob forscht nach und erkennt bald, dass es nicht nur eine Verbindung zwischen den ungelösten Kriminalfällen und seinen Eltern gibt, sondern auch Hannahs Familie in deren Vergangenheit eine Rolle spielt.

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