Mittwoch, 14. Januar 2026

Rezension "Drei Kopfschüsse für Aschenbrödel" von Ralf Kramp

In aller Kürze
Story: Die Kurzgeschichten beleuchten das Fest der Liebe in seiner schwarzen Facette.
Spannung: wie endet die Story
Charaktere: überzeichnete Realität
Sprecher: Ralf Kramp weiß seine Kurzgeschichten zu beleben
Schreibstil: locker-flockig

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Schon der Titel hat mich sofort gepackt – ich wusste, diese Sammlung MUSS ich hören! Und wie es bei einer Kurzgeschichtensammlung eben so ist, gibt es ein paar, die mich mehr mitgerissen haben als andere. Aber insgesamt hat das Gros genau meinen schwarzen Humor getroffen. Denn, seien wir mal ehrlich: Es gibt Tage, an denen man für ein paar Sekunden einfach mal Mordgedanken hegt – und genau diese Reaktionen konnte ich in vielen der Geschichten wunderbar nachvollziehen.
Manche Storys haben mich völlig unvorbereitet überrascht, andere konnte ich schon vorhersehen, aber trotzdem blieb es immer spannend. Denn eines ist sicher: Alle haben einen wunderbar rabenschwarzen Twist. Hier wird nicht zart um den heißen Brei herumgeredet – nein, hier gibt es ironische und absolut herrlich dunkle Momente, die einem das Lachen im Halse stecken bleiben lassen.
Dass der Autor in Euskirchen geboren wurde, habe ich erst später erfahren. Und ich konnte nicht anders, als mich zu fragen: Bin ich ihm nicht vielleicht als Kind oder Jugendlicher mal über den Weg gelaufen? Sei’s drum – das ist ohnehin nebensächlich. Was zählt, sind der großartige Humor und die packende Unterhaltung.
Mit einem breiten Grinsen auf den Lippen gebe ich gerne 5 Kopf… äh, Aschen-Sterne und meine Empfehlung für alle, die den Rabenschwarz-Humor lieben!

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Besinnlich kann ja jeder! Wenn das Jahr zu Ende geht, wenn überall die Lichterketten leuchten und allenthalben »Last Christmas« erschallt, dann sorgt Ralf Kramp mit sicherem Gespür dafür, dass es nicht allzu gefühlsduselig wird. Da trifft der Steakhammer den Weihnachtsmann, da wird die Christbaumspitze zum Mordinstrument, und da findet eine unheilbare Aschenbrödel-Sucht mit ein paar Pistolenkugeln ihr jähes Ende. In vielen bitterbösen Geschichten und Story:
Gedichten hat er sich auch immer wieder dem Fest der Liebe gewidmet - selbstverständlich mit dem rabenschwarzen Humor, für den er so berühmt ist.

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