In aller
Kürze
[Werbung unbezahlt]
Story: „Locked Room“-Szenario auf einer Insel beim Schreibretreat und viele
versteckte Geheimnisse, die sukzessive an die Oberfläche kommen.
Spannung: kommt langsam und spät auf, flacht immer wieder ab
Charaktere: klischeehaft und flach
Sprecher: Lisa Hrdina, Elmar Börger, Gabriele Blum, Marius Clarén, Robert
Frank, Vera Teltz, Detlef Bierstedt beleben alles und sorgen für Kopfkino
Schreibstil: abwechslungsreich - von detailfreudig bis kurz-knapp
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Das Buch leidet insgesamt unter einem sehr langsamen Einstieg und gewinnt erst
spät an Spannung. Das Erzähltempo ist ungleichmäßig. Ausufernde Dialoge und
unnötige Details bremsen die Handlung, während Spannungsmomente oft ohne
Subtilität und mit bekannten Genre-Versatzstücken inszeniert werden. Zwar gibt
es mehrere Wendungen, Enthüllungen und eine steigende Zahl von Todesopfern,
doch bleiben diese entweder vorhersehbar oder dramaturgisch ungeschickt
umgesetzt. Insbesondere Leserinnen und Leser mit viel Thriller-Erfahrung
erkennen zentrale Auflösungen früh, was die Wirkung deutlich schmälert. Die
große Enthüllung enttäuscht entsprechend.
Die Einführung der Figuren und ihrer Beziehungen wirkt stark klischeehaft:
Sowohl der geheimnisvolle Gastgeber als auch die Protagonistin bleiben flach,
viele Nebenfiguren sind kaum unterscheidbar und wecken weder Sympathie noch
Mitgefühl. Die große Anzahl an Charakteren und Perspektivwechseln ist für ein
Debüt zwar ambitioniert, wird jedoch nicht überzeugend getragen, da die Stimmen
nicht unverwechselbar sind und viele Figuren eher als Pappfiguren erscheinen.
Positiv hervorzuheben sind die Atmosphäre und das Setting: Die abgeschiedene
Insel, das Gefühl des Eingeschlossenseins, der Sturm und die düstere
Wochenendkulisse erzeugen eine grundsätzlich gelungene Stimmung. Auch das Spiel
mit Genre-Tropen und Rätseln bietet zeitweise Unterhaltung. Insgesamt bleibt
die Geschichte jedoch zu sehr im Vertrauten verhaftet, nutzt bekannte Klischees
ohne Innovation und verpasst die Chance, ihrem Genre neue Impulse zu geben.
Die komplette Riege der Sprecherinnen und Sprecher haben ihr Bestes gegeben und
definitiv ihren Anteil daran, dass ich immer wieder in die Handlung gezogen
wurde, wenn ich abschweifte.
Ich vergebe wohlwollend gute 3 tödliche Sterne, da zu viel Potential verschenkt
wurde.
Eine Einladung vom berühmtesten Thrillerautor aller Zeiten zu einem Schreibworkshop auf seiner Privatinsel? Die sechs geladenen Autoren und Autorinnen können es kaum abwarten, denn J. R. Alastor ist nicht nur ein sagenhaft erfolgreicher Schriftsteller, sondern lebt auch komplett anonym. Endlich bietet sich die Chance, ihn kennenzulernen – und das unter Gleichgesinnten in einem exquisiten Ambiente! Doch als die erste Leiche auftaucht, wird den Anwesenden bewusst, dass ihr Gastgeber mörderische Pläne hat. Wer wird sterben, und wer wird entkommen?

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