Freitag, 30. Januar 2026

Rezension "Die Totenbändiger - Alles und Nichts - Schatten der Vergangenheit" von Nadine Erdmann

In aller Kürze
Story: Wie ergeht es dem Hunt-Clan fünf und zehn Jahre nach dem letzten Unheiligen Jahr
Spannung: einfach kuschelig
Charaktere: liebevoll und facettenreich
Sprecher: Felix Graf belebt Szenen und Figuren
Schreibstil: locker-flockig

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Nun kenne ich den Hunt-Clan bereits seit drei Staffeln und habe mich umso mehr auf das Sequel gefreut – da kommen die Kurzgeschichten genau richtig. Sie eignen sich perfekt, um die Wartezeit zu überbrücken. Besonders spannend war es zu sehen, wie sich die Charaktere fünf Jahre später weiterentwickelt haben, vor allem die Minis und Kids.
Passend zur Weihnachtszeit lässt Erdmann die Familie die Julzeit feiern, und ich durfte vielen bekannten Figuren erneut begegnen. Normalerweise bin ich kein großer Fan von allzu viel Heartwarming und stehe eher auf Action, doch hier passte die Stimmung einfach perfekt. Natürlich läuft nicht alles reibungslos, aber die Konflikte werden auf stimmige Weise gelöst, sodass sich am Ende eine wunderbare Harmonie einstellt – genau so, wie man sich Weihnachten beziehungsweise die Julzeit wünscht.
In der zweiten Geschichte wird es dann deutlich spannender. Leo und Toby sind inzwischen weitere fünf Jahre älter, die Minis also nun Teenager. Und als wäre das Leben in diesem Alter nicht schon herausfordernd genug, müssen sie sich zusätzlich mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen. Beide gehen sehr unterschiedlich damit um, und Erdmann setzt eindrucksvoll in Szene, wie individuell die Unterstützung des Clans ausfällt. Eines ist jedoch immer sicher: Unterstützung gibt es immer. Genau das macht die Hunts und ihre Freunde aus – sie halten zusammen, egal was kommt.
Es ist jedes Mal schön zu erleben, wie der Clan in guten wie in schwierigen Zeiten zusammensteht, ohne dass die Individualität der einzelnen Figuren verloren geht. Felix Graf hat die Szenen und Charaktere zudem lebendig und glaubwürdig umgesetzt. Er passt hervorragend zur Geschichte und ist definitiv eine sehr gute Wahl für die neue Generation, die nun stärker in den Fokus rückt
Wie gewohnt ist der Schreibstil locker und leicht, und leider sind die Kurzgeschichten viel zu schnell vorbei. Ich habe mich wieder wunderbar unterhalten und fühlte mich rundum wohl – daher von mir 5 Totenbändiger-Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Fünf Jahre sind vergangen, seit Carlton und seiner Sekte das Handwerk gelegt wurde. Bei den Hunts ist endlich Ruhe eingekehrt und alle freuen sich auf ein Julfest, an dem keiner von ihnen Dienst oder Bereitschaft hat. Familienzeit pur steht an, die ihnen keiner nehmen wird.
Willkommen zurück bei den Totenbändigern.
Willkommen zu ein bisschen Wohlfühlzeit bei den Hunts.

Zehn Jahre nach dem letzten Unheiligen Jahr
Gabriel und Matt waren sich einig, ehrlich zu ihren Söhnen zu sein, sobald Leo und Toby anfangen, Fragen zu ihrer Vergangenheit zu stellen. Warum hatte Carltons Sekte ausgerechnet sie für ihre Rituale im letzten Unheiligen Jahr ausgewählt? Jetzt müssen sie ihren Jungs helfen, mit der furchtbaren Wahrheit klarzukommen: Leo und Toby wurden nicht ausgewählt. Sie wurden erschaffen.
Wissen ist Macht – so sagt man. Aber was, wenn das Wissen um deine Vergangenheit dir den Boden unter den Füßen wegreißt? Was, wenn das, was in deiner Zukunft liegt, dir eine Heidenangst macht? Wäre es dir dann lieber, du hättest nichts davon erfahren?

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