Sonntag, 19. Juni 2016

Rezension "Cyberworld 1.0 - Mind Ripper" von Nadine Erdmann

In aller Kürze
Story: London 2038 - 3 Jugendliche tauchen in die Cyberworld ein und jagen den Mind Ripper
Spannung: wird sukzessive aufgebaut
Charaktere: mit Ecken und Kanten
Schreibstil: locker-leicht, Kopfkino schaffend


‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Also dass das Buch in London spielt, ist schon mal ein Pluspunkt, weil ich diese Stadt einfach grandios finde.
Doch das ist zum Glück nicht alles. Die Autorin hat einen Plot geschaffen, der mitreißend ist und mich mitfiebern ließ. Der Spannungsbogen wurde langsam und ganz subtil aufgebaut. Ich war schon gefangen in der Geschichte, ehe ich es bewusst bemerkte. Es fängt hübsch easy-go-lucky an und nach und nach machten mich neue Erlebnisse der Protagonisten immer hibbeliger, weil ich wissen wollte, was denn nun geschehen ist und wer der Mind Ripper ist. Der Leser weiß nie mehr als Jemma, Jamie und Zack und das war auch gut so.
Vor allem diese unterschiedlichen Ebenen - Realität und Cyber-World - wurden sehr gut miteinander verwoben und vor allem die Beschreibung der Cyber-World war sehr lebendig. Ich gehöre jetzt nicht zu den Zockern, konnte mir jedoch durch die Beschreibungen Erdmanns sehr gut hineinversetzen und gewann einen Einblick in dieses Hobby. Okay, heute ist Online-Gaming noch nicht so ausgereift, wie in der Story, doch ich denke, es ist schon vergleichbar.
Die Figuren sind lebendig und haben ihre Eigenarten, Ecken und Kanten, das machte sie umso authentischer - es sind keine aalglatten Gewinner-Typen, sondern sie haben auch ihre Schwächen und inneren Kämpfe auszufechten. Doch als Teenager fand ich sie schon recht brav - sie rebellierten kaum gegen Erziehungsberechtigte (um es allgemein auszudrücken und nicht allzu viel vom Plot zu verraten) und waren logischen Erklärungen gegenüber meist sehr empfänglich.
Der Schreibstil der Autorin ist locker-leicht lesbar, aber nicht einfach - sie konnte komplexere Zusammenhänge, vor allem im technischen Bereich, verständlich rüberbringen und ihre Schreibe war der Situation immer angepasst. Wenn Nadine Erdmann die Cyber-World beschrieb, war mir nicht langweilig, sondern vor meinem inneren Auge entstand die Welt und mein Kopfkino bekam mächtig Futter.
„Mind Ripper“ ist ein toller Cyber-Thriller und, obwohl es der Auftakt zur „Cyberworld“-Reihe ist, ein in sich abgeschlossenes Buch. Ich freue mich auf die Folgebände und vergebe sehr gern volle Cyber-Sternzahl.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
London 2038: Das Cybernetz ist der größte Freizeitspaß, besonders unter Jugendlichen. Egal, ob man als Avatar in sozialen Netzwerken neue Leute treffen oder in interaktiven Rollenspielen virtuelle Abenteuer erleben möchte, die schöne neue Technikwelt bietet Unterhaltung für jeden Geschmack. Auch Jemma, Jamie und Zack verbringen dort jede Menge Zeit mit ihren Freunden.
Doch plötzlich fallen drei Jungen während ihres Aufenthalts in der virtuellen Welt ins Koma. Ihre Körper sind unversehrt, doch ihr Bewusstsein ist in der CyberWorld verschwunden. Wer oder was steckt dahinter?
Jemma, Jamie und Zack suchen nach Antworten - und kommen dabei dem Mind Ripper gefährlich nahe…

Kommentare:

  1. Huhu,

    mh, ich habe das Buch wohl noch in seiner Ursprungsfassung gelesen, denn irgendwie erscheint mir der Titel anders... Der hieß, glaube ich, damals nur "Mindripper". Egal. :)
    Mir hat jedenfalls das Ende nicht zugesagt. Ich hatte mir da einfach was anderes vorgestellt.

    GLG Steffi

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    1. Hihihi, es heißt auch heute noch "Mind Ripper", aber der Name der Reihe wurde geändert ;)

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