Donnerstag, 9. Juni 2016

Warum "Gedanken am Abend"?

Moin ihr Lieben,

eigentlich sollte dies ein reiner Buchblog sein, aber ich habe mir überlegt, dass ich euch noch ein bisschen stärker an meinem Leben teilhaben lasse. Und das kam so ...

Als ich Ende 2015 / Anfang 2016 in Sri Lanka meinen Urlaub verbrachte, gab es nach den ersten 4 Tagen nur Unterkünfte ohne TV und Klima-Anlage. Die Klima-Anlage ist gut zum Verscheuchen der Mücken, aber mit einem Moskitonetz über dem Bett ist es auch locker getan. Außerdem gewöhnt man sich an die Temperaturen.
Eine Herausforderung war allerdings, ...

... Abende ohne TV und Computer zu verbringen. Ich als TV-Junkie, der Zuhause die Glotze anschaltet und neben dem Fernsehhören am Computer sitzt und sich im großen WorldWideWeb rumtreibt. Puh, was bleibt da außer lesen (es lebe der Tolino) und Travel Diary schreiben? Nichts.
Am dritten Abend saß ich auf der kleinen Terrasse vor meinem Zimmer, lauschten den abendlichen Geräuschen und ließ meine Gedanken wie Wolken am Himmel vorbei ziehen. Dies führte dazu, dass ich zwei Abende später diese Gedanken in mein Travel Diary schrieb. Da kam mir schon die Idee zu „Gedanken am Abend“.
Ja, ich hatte auch Unterkünfte, in denen ich mich abends mit anderen Reisenden zusammensetzte. Wir tauschten Reiseerlebnisse aus, plauderten über Land und Leute, amüsierten uns über die nervige Skepsis unserer Mitmenschen, wie man als Frau im Allgemeinen allein und nach Asien im Speziellen verreisen kann. Doch daraus entstanden weitere „Gedanken am Abend“, die ich für mich festhielt.

Aber wie das so ist, wenn man wieder Zuhause ist, man ist wieder ratzfatz im alten Fahrwasser. Kaum bin ich daheim, Glotze einschalten und als Geräuschkulisse im Hintergrund laufen lassen.
Das gewohnte Fahrwasser erfuhr durch den Wasserrohrbruch Hochwasser und ich kam während der 5 Wochen, die ich während der Renovierung der Wohnung in Temp-Appartments lebte, wieder zu den „Gedanken am Abend“. Denn da war nichts mehr mit „gucken von der Festplatte, was und wann ich will“, sondern nur das, was gerade im TV läuft.
So fasste ich dann auch der Entschluss, dass ich einen Abend in der Woche ohne TV und Internet verbringen will - nur „me, myself and I“. An so einem Abend entziehe ich mich bewusst der Beschallung und lasse mal wieder die Gedanken schweifen, lese auf dem Balkon (das schöne Wetter muss ausgenutzt werden), hänge Gedanken nach, widme mich meiner Bucket List  und erkunde meine Stadt Hamburg, bin kreativ, lausche den zwitschernden Vögeln, gehe auf Fototour, schreibe meine Gedanken auf.
Tja und an diesen Gedanken möchte ich euch in Zukunft teilhaben lassen.
Ich freue mich auf euch, auf den Austausch mit euch, auf eure Meinungen, Ansichten und Sichtweisen.

In diesem Sinne, bis nächste Woche, zu den ersten „Gedanken am Abend“
Eure Elena