Freitag, 15. Dezember 2017

Rezension "Ein Buchladen zum Verlieben" von Katarina Bivald

In aller Kürze
Story: Unaufgeregte Story um eine junge Frau, die durch die Bewohner eines Kaffs in Iowa und Bücher zu sich selber findet.
Spannung: nicht vorhanden
Charaktere: skurril
Schreibstil: teilweise ausschweifend und wortgewaltig
 

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Mal wieder bin ich vom Klappentext genervt, er verrät die Hälfte des Buches. Ja, Saras Buchkategorien sind witzig und die Menschen in Broken Wheel sind hübsch skurril. Einige entwickeln sich auch mit Sara durch den Buchladen, aber das alles geschieht so unaufgeregt. Ein wenig erinnerte mich das Buch an „Ein plötzlicher Todesfall“ - der Leser erlebt den Alltag im Dorf mit. Sorry, aber für mich sind diese sozialen und psychologischen Zusammenhänge nur langweilig. Wenn es wenigstens Intrigen gäbe oder schmutzige Geheimnisse. Aber nichts dergleichen.
Die Handlung plätschert dahin, es gibt keine Hochs und keine Tiefs. Es gab keinen Moment, in dem ich weiterlesen wollte. Ich habe nur weiter gelesen, um zu überprüfen, ob das Ende wirklich so vorhersehbar war, wie ich dachte.
All das wurde in einem ausschweifend, wortgewaltigen Schreibstil präsentiert. Vieles wurde beschrieben und erzählt, was für mich nicht wichtig war. Die Hälfte der Beschreibungen hätte gereicht und das Bild von Broken Wheel und seinen Menschen wäre gezeichnet worden.
Von mir gibt es 2 Buchladen-Sterne, weil die Idee klasse ist.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Es beginnt mit einer ungewöhnlichen Brieffreundschaft. Die 65-jährige Amy aus Iowa und die 28-jährige Sara aus Schweden verbindet eines: Sie lieben Bücher - mehr noch als Menschen. Begeistert beschließt Sara, ihre Seelenverwandte zu besuchen. Als sie jedoch in Broken Wheel ankommt, ist Amy tot. Und Sara mutterseelenallein. Mitten in der Einöde. Irgendwo in Iowa. Doch Sara lässt sich nicht unterkriegen und eröffnet mit Amys Sammlung eine Buchhandlung. Und sie erfindet neue Kategorien, um den verschlafenen Ort für Bücher zu begeistern: »Keine unnötigen Wörter«, »Für Freitagabende«, »Gemütliche Sonntage im Bett«. Ihre Empfehlungen sind so skurril und liebenswert wie die Einwohner selbst. Und allmählich beginnen die Menschen aus Broken Wheel zu lesen - während Sara erkennt, dass es noch etwas anderes im Leben gibt außer Büchern.