Dienstag, 14. Juni 2016

Interview mit Nadine Erdmann

In deiner CyberWorld-Reihe können die Spieler als Avatare direkt in ihre Cybergames eintauchen und sie hautnah miterleben. Wie bist Du auf die Idee dazu gekommen?

Ich hatte mit Computerspielen eigentlich nie viel am Hut, aber mein Mann zockt ganz gern, also hat er mich immer mal wieder in diese Welten mitgenommen. Ich mag die Idee von Spielen wie World of Warcraft, Guild Wars oder Diablo,  ...

 
... bei denen man in eine fremde Fantasywelt eintauchen und gemeinsam mit anderen Spielern Abenteuer bestreiten, Rätsel lösen und gegen Monster kämpfen kann. Ich bin nur leider eine ziemliche Niete, was das Steuern von virtuellen Püppchen angeht, und mir fehlt komplett die Geduld, mich mit solchen Sachen wie Rüstungswerten, Erfahrungspunkten oder Talentbäumen auseinanderzusetzen. Und ich hab meistens auch keine Lust, mich erst mal stundenlang hinzusetzen und irgendeinen Avatar zusammenzubasteln. Das müsste für mich einfachschneller gehen: Rein ins Spiel, Schwert oder Laserpistole in die Hand und los geht's!
Als Erstes war also die Idee der CyberWorld da, die man als sein eigener Avatar betreten kann. Danach kamen dann jede Menge Gedankenspiele: Wie sieht diese virtuelle Welt aus und wie funktioniert sie? Was kann man da alles machen? Was für Spiele könnte man dort spielen und welche Auswirkungen könnten die vielleicht auf die Realität haben? Welchen Jugendlichen würde diese Welt gefallen? Was würde ihnen daran gefallen? Was könnte es für Probleme mit der Welt geben? Was könnte schiefgehen? Was wäre, wenn man die CyberWorld plötzlich nicht mehr verlassen könnte? Welche Gründe oder Ursachen könnte es dafür geben? … An all diesen Fragen hab ich einige Wochen herumgetüftelt, bis ich die Welt, die Figuren, ihre Lebensläufe und damit ihre Geschichte zusammen hatte. Dann hab ich angefangen zu schreiben – und dabei die Hälfte meiner Planung noch mal umgeworfen. ;)

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