Freitag, 4. März 2022

Rezension "Leonie: Männer und andere Pleiten" von Ulrike Parthen und Bernd Kiesewetter

In aller Kürze
Story: Leonies Erlebnisse mit den Männern und das Leben mit ihrer Phobie.
Spannung: mehr Neugier, wie es weitergeht
Charaktere: lebendig und häufig überzeichnetes Klischees
Schreibstil: locker-flockig

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Also der Titel ist schon Programm. Ich grinste häufig über Leonies Erlebnisse mit den Typen und hatte das eine oder andere Déjà-vu.
Leonie versucht ihre Phobie mit Hilfe von überkandidelten Coaches zu bewältigen. Diese Aktionen boten natürlich auch sehr viel Spielraum für schwarzen Humor. Es gibt ja viele Ansätze bei Coachings und die beiden Autoren haben die amüsantesten, oder man könnte auch sagen die abgedrehtesten, zu Papier gebracht. Ob Leonie nun ihrer Phobie Herr wird oder nicht, verrate ich euch selbstverständlich nicht.
Wirklich spannend war das Buch jetzt nicht, aber meine Neugier reichte jedenfalls aus, um es an einem Nachmittag auf dem Balkon in der Sonne zu lesen. Es liest sich durch den locker-flockigen Schreibstil einfach so weg und ist kurzweilige Unterhaltung zum Abschalten.
Eins hat mich allerdings genervt, und zwar das Ende. Das Buch endet mit einem Knall. Aber es gibt keinen Hinweis darauf, dass es eine Fortsetzung geben wird. Also saß ich da und fragte mich, ob es einen Fehler im eBook gibt. Das ist auch der Grund, warum es nur 4-Pleiten-Sterne gibt. Cliffhanger ist prima, aber mich einfach so sitzenzulassen ist mehr als dooof.
Ach ja und ich hätte es super gefunden, wenn es am Ende noch als Add on das Rezept für den erwähnten Pepperpot gegeben hätte.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Da denkste, du hast den Jackpot gezogen und dann entpuppt sich der Typ als Idiot. Also, der Jonas. Wobei der Nils auch einer war, nur anders. So wird das wohl nichts mit dem Liebes-Happyend. Mutti liegt mir schon ständig in den Ohren, weil ich mit 29 meine Schäfchen dahingehend immer noch nicht im Trockenen habe. Dafür bin ich aber ja im Beruf erfolgreich, als Juristin und Führungskraft.
Allerdings gibt es auch da einen kleinen Störfaktor: diese komische Phobie, und die wird immer mehr zum echten Problem. Deswegen muss die hurtig wieder verschwinden. Aber finde mal den richtigen Coach für so `ne Sache, das ist eine Reise für sich. Ich probiere wirklich alles, damit ich endlich wieder normal werde - sogar einen von diesen Affirmationsratgebern habe ich gelesen. Und dann ist die schlimmste für mich vorstellbare Tragödie leider doch passiert. Lies gerne selbst. Grüße von der Leonie.

2 Kommentare:

  1. Hallo Elena,
    ich habe das Cover neulich schon irgendwo gesehen und dachte gleich "puh, das würde mich spontan gar nicht ansprechen". Und ich weiß auch nicht, ob sich das wirklich geändert hat :D Danke auf jeden Fall für deinen Einblick, aber ich glaube, ich wäre nur noch schneller genervt, wenn viel Klischee und Co verarbeitet ist. Das kann zwar witzig sein, trifft häufig aber mein Komikzentrum nicht ;)
    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Huhu liebe Dana,
      mich hätte das Cover auch nicht angesprochen, aber ich kenne Bernd Kiesewetter ;)
      Jeder hat zum Glück sein eigenes Komikzentrum, sonst wäre es verdammt langweilig :)
      LieGrü
      Elena

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