Freitag, 16. September 2022

Rezension "How to kill your family" von Bella Mackie

In aller Kürze
[Werbung unbezahlt]
Story: Grace bringt sukzessive ihre Familie um und wir lernen sie dabei besser kennen.
Spannung: kommt in Wellen daher und steigert sich mit jeder
Charaktere: interessante Mischung aus Klischee und überraschendem Verhalten
Sprecher: Britta Steffenhagen und Nils Andre Brünnig hauchen allem Leben ein
Schreibstil: gute Mischung aus beschreibenden Erzählungen und flotten Erlebnissen

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Puh, es fällt mir sehr schwer, euch nicht zu spoilern. Deshalb bitte nicht wundern, wenn ich etwas schwammig bleibe.
Bis zum großen Twist kurz vor dem Schluss, war ich von dem Buch begeistert. Grace bringt die Familie ihres Erzeugers sukzessive um und es herrscht viel Abwechslung in der Wahl der „Mordinstrumente“. Ja, man konnte im Verlauf der Handlung schon ahnen, wie es den einzelnen Personen an den Kragen geht, aber wie Grace das alles handhabt - genial! Ich dachte mir immer: coole Frau, die geht ihren Weg und zieht ihr Ding durch. Da hat die Autorin echt eine abge*#ckte Figur geschaffen. Sarkasmus und Zynismus sind wohldosiert und einfach fantastisch. Ich habe so häufig gegrinst, dass mir schon fast der Kiefer schmerzte.
Doch dann kam der Twist und ich dachte nur „WTF“! Wäre der Twist durch eine Frau bedingt worden, alles prima. Doch ein Mann? Echt jetzt, Mackie? Das ruinierte für mich das komplette Bild der starken Frau, die für sich, ihre Mutter und ihre Rache einsteht. Jetzt haben wir eine starke Frau, die von einem Mann, so hübsch nach Klischee, an die Wand gespielt wird. Diese Variante haben wir schon oft genug in Bücher gelesen und es wäre umso außergewöhnlicher gewesen, wenn hier eine Frau im Spiel gewesen wäre.
Beide Sprecher haben wunderbar gesprochen. Sie hauchten allem Leben ein und ich nahm ihnen ihre Rollen ab. Sie zogen mich in die Handlung und belebten sie fantastisch. Und vor allem der Zynismus der Protagonistin ist von Steffenhagen hervorragend nuanciert.
Der Schreibstil der Autorin ist eine gute Mischung aus beschreibenden Passagen und temporeichen Formulierungen.
Aber wegen des Klischees am Ende, gibt es dann doch nur 4 Kill-Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Dürfen wir vorstellen? Grace Bernard - liebende Tochter, beste Freundin und teuflisch gute Serienmörderin

Grace ist eine Serienmörderin und sie mordet aus gutem Grund. Grace rächt sich bei ihrer Familie. Dafür dass sie beiseitegeschoben wurde, weil sie unehelich ist. Dafür dass sie nicht reingepasst hat in die feine, reiche Familie ihres Vaters. Aber noch mehr rächt Grace ihre Mutter, die es nie verkraftet hat, zuerst mit allen Mitteln verführt und dann schäbig vergessen worden zu sein. Eine ebenso zynische wie umwerfende Antiheldin, die scharf beobachtet und noch schärfer urteilt. Und manchmal mordet. Doch egal, was sie anstellt, unsere Sympathie ist ihr sicher.

2 Kommentare:

  1. Hallo Elena,
    ich hatte das Buch bisher gar nicht auf dem Schirm. Schade, dass das Ende dir die Stimmung dann etwas ruiniert hat. Ich kann aber verstehen, wieso es dich störte, wenn die Protagonistin vorher eben einfach sehr straight ihren Weg verfolgt hat und sich von niemandem hat abbringen lassen und dann ein Mann "daherkommt" und alles ändert - wie nun eben auch immer. ;)
    Den Gedanken die Familie nach und nach aus Rache umzubringen, finde ich schon etwas befremdlich :D Aber nun hat natürlich jeder eine andere Familie, zum Glück, daher muss man das ja nicht alles so nachvollziehen können. Kann ich bei anderen Serienkillern, die nicht innerhalb der Familie morden, ja auch nicht ;)
    Klingt unterhaltsam!
    Liebe Grüße
    Dana

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    1. Huhu liebe Dana,
      na ja, bei DER Vorgeschichte, kann ich Grace sehr gut verstehen, wenn auch die Wahl der Rache ... speziell ist ;)
      Serienkiller kann ich auch nicht nachvollziehen - wobei ... manche Menschen ... *grins*
      LieGrü
      Elena

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