Mittwoch, 27. September 2017

Rezension "Totenblick" von Markus Heitz

In aller Kürze
Story: Interessante Serienmorde + außergewöhnliche Ermittler = spannender Krimi / Thriller mit Wendungen und Überraschungen
Spannung: wird langsam aber sicher aufgebaut, wobei sich das Tempo erhöht
Charaktere: lebendig, ein wenig skurril
Sprecher: Simon Jäger liest hervorragend
Schreibstil: dicht

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Ja, ich weiß, Heitz steht vor allem für Fantasy, aber ich wollte als erstes Werk ein „Stand Alone“-Buch von ihm lesen bzw. hören.
Zu Beginn des Hörbuches fragte ich mich, wohin die Reise geht. Das wurde ich von Heitz hübsch angefüttert, denn ich wollte ja wissen, wie das Gehörte zum Klappentext passt und was jetzt überhaupt angesagt ist.
Dabei baut der Autor die Spannung sukzessive auf, platzierte hier einen Twist und dort eine Überraschung und zu guter Letzt erhöhte er im Fortschreiten der Handlung das Tempo.
Dies gepaart mit lebendigen, teilweise auch leicht skurrilen Charakteren ließ mich das Hörbuch in fast jeder freien Sekunde hören. Ja, Heitz hatte mich am Haken.
Dies wurde von Simon Jäger, der den Figuren mit seiner Stimme noch mal eine Facette mehr verlieh, hervorragend unterstützt.
Heitz schaffte es, Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen und mir einen kleinen Film in meinem Kopfkino zu präsentieren.

!!! SPOILER !!!
Es gibt nur einen Meckerpunkt. In einem Krimi / Thriller rate ich von Anfang an mit, wer es sein könnte. Deshalb mag ich es gar nicht, wenn der Täter plötzlich wie aus dem Nichts auftaucht, auch wenn ich schon häufiger bei seinen Taten dabei war.
!!! SPOILERENDE !!!

Bis auf meinen spoilernden Meckerpunkt, bin ich von dem Buch begeistert und so vergebe ich gern 4 Blick-Sterne.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
„Die Wahrheit liegt im Auge des Betrachters.“
Diese Nachricht hinterlässt ein Serienmörder an sorgfältig inszenierten Tatorten, die Todesbildern nachempfunden sind: alte Gemälde, moderne Fotografien oder Bilder aus dem Internet. Anfangs glauben die Ermittler noch, die Hinweise wären am Tatort versteckt oder es gäbe einen Zusammenhang zwischen den Vorlagen und den Opfern. Doch dann machen sie eine grausige Entdeckung: Auf den Vorlagen erhöht sich die Zahl der abgebildeten Toten - aber da ist noch mehr: Die Spuren für die Ermittler sind an einem besonderen Ort vom Täter verborgen worden …