Freitag, 9. November 2018

Rezension "Die Alchimistin" von Kai Meyer

In aller Kürze
Story: Irgendwie abgedreht und stellenweise verworrene Fantasy
Spannung: kam irgendwie nicht auf
Charaktere: oberflächlich
Sprecher: Dietmar Wundern liest fantastisch
Schreibstil: bildmalend
‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Es klingt schon seltsam, wenn ich schreibe, dass die Charaktere oberflächlich blieben und der Autor bildmalend schreibt. Aber zum Beispiel das Anwesen der Familie Institorius wurde wundervoll beschrieben und ich sah es auf der teilweise sturmumpeitschten Insel genau vor mir. Aber die Figuren wurden nicht genauso geschaffen und beschrieben. Sie bleiben einfach flach und oberflächlich.
Die Handlung bot stellenweise echt abgedrehte Ideen, die mir zu heftig und widerlich waren - zum Beispiel „Inzest“.
Und was ich bis heute beschäftigt: wie kann man Blumenbeete auf einem Dachgarten haben, in denen man eine Leiche verscharren kann? Die Statik stelle ich mir interessant vor und Hochbeete bieten nicht die erforderliche Tiefe.
Egal, auch die Fantasy-Elemente waren mir zu verworren. Da wurden mehrere Dinge in einen Topf geschmissen, umgerührt und dann neu interpretiert. Was an sich nichts Schlechtes ist, aber es muss schon irgendwie einen Sinn, eine runde Handlung ergeben.
Dietmar Wunder hat fantastisch gelesen und ihm ist es zu verdanken, dass ich 2 Alchimisten-Sterne vergebe

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Die letzten Tage des 19. Jahrhunderts. Im düsteren Schloss ihrer Ahnen wächst Aura Institoris inmitten eines Labyrinths loser Gänge und Säle heran. Als ihr Vater, der Alchimist Nestor Nepomuk Institoris, im Auftrag seines ärgsten Widersachers Lysander ermordet wird, gerät Aura unversehens zwischen die Fronten eines Konflikts, dessen Wurzeln weit zurück ins Mittelalter reichen. Denn Aura ist die Erbin eines uralten Rätsels, der Rezeptur des Steins der Waisen, der Unsterblichkeit verspricht. An der Seite ihres verhassten Stiefbruders Christopher nimmt das junge Mädchen den Kampf gegen den alten Feind ihres Vaters auf, der in den Katakomben unter der Wiener Hofburg seine Ränke schmiedet.