Freitag, 5. Januar 2024

Rezension "Touch of Utopia" von Vanessa Carduie, E.F. v. Hainwald, A.C. LoClair, Chii Rempel

In aller Kürze
Story: Ein bunter Strauß: eine KI mit einer Sehnsucht, ein erschütterter Klon, eine über Epochen verstreute Familie und ein Polizist, der vom rechten Pfad abweicht, um seine Schwester zu retten.
Spannung: was bietet die jeweilige Story
Charaktere: bunte Mischung durch die Stories hindurch
Sprecher: Roman Shamov, Max Hoffmann, Philipp Engelhardt, Christopher Mayer lasen prima
Schreibstil: locker-flockig 

‘*‘ Meine Meinung ‘*‘
Ich hatte so viel Gutes über die Anthologie gelesen, dass ich voller Vorfreude das Hören begann.
Tja, irgendwie habe ich ein anderes Verständnis von Science Fiction als die 4 Autoren. Ich erwartete Raumschiffe, Reisen im All oder wenigstens viel Technik, aber eine KI, die menschlicher als mancher Mensch war oder ein Klon, der von der Nachricht vom eigenen Ich erschüttert ist, war das höchste an Science Fiction, das geboten wurde. Die beiden anderen Stories waren für mich eher im Fantasy-Genre angesiedelt.

!!! SPOILER !!! Markiert den weißen Bereich -> Text sichtbar.
Und spätestens, als die letzte Story mit Vampiren aufwartete, war ich raus. Es war das Klischee pur: supermächtiger, sexy Vampir-Chef zieht Polizisten in seinen Bann und natürlich entwickelt sich darauf eine heiße erotische Episode *gäääähn
!!! SPOILERENDE !!!

Keine Geschichte konnte mich wirklich abholen, weil alles irgendwie flach für mich war. Keine Figur schlich sich in mein Herz und Spannung war maximal Neugier auf das, was nun kommt.
Die Sprecher haben ihr Bestes gegeben und ihnen ist es zu verdanken, dass ich mir jede Geschichte von Anfang bis Ende angehört habe.
Da wird im Klappentext mit „queerem Twist“ geworben und ... es gibt nur männliche homosexuelle Paare. Wow, wie queer *ironie
Sorry, liebe Autoren, aber wir haben nicht nur bei der Definition von Science Fiction unterschiedliche Vorstellungen, sondern auch was „queer“ bedeutet.
Also ich bin echt enttäuscht und vergebe 2 Utopia-Sterne für die Ideen und die Sprecher.

‘*‘ Klappentext ‘*‘
Zeiten ändern sich - Menschen jedoch nur selten.
Die Errungenschaften der modernen Wissenschaft scheinen die Tore in eine aufregende Zukunft zu öffnen. Doch alle Technik des Universums kann die Menschen nicht vor ihren Sehnsüchten befreien.
Um seine Schwester zu retten, lässt sich ein Polizist auf einen Handel mit einem wortwörtlich "unmenschlichen" Verbrecher ein. Die irrationale Sehnsucht nach einer KI verwischt die Grenzen zwischen Realität und virtueller Welt. Wenn die Familie über mehrere Epochen verstreut ist, dann braucht es unkonventionelle Maßnahmen, um dem eisernen Griff der Zeit zu entkommen. Eine seltsame Nachricht vom eigenen Ich führt einen Klon zu einem intergalaktischen Teehaus, das sein Wesen zutiefst erschüttert.
Eine Anthologie aus Science-Fiction-Novellen, mit einem queeren Twist.

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